Schreiben

Der passende Klappentext und wie du gute Werbetexte für dein Buch schreibst

Der Klappentext ist für die meisten Autoren ein schwieriges Thema. Man schreibt wochen-, monate- oder sogar jahrelang an einem Buch und soll es dann in wenigen Worten so zusammenfassen, dass jemand anderes, dieses Buch lesen möchte. Zur Einleitung sei gesagt, dass dein Klappentext neben dem Cover und dem Titel deines Buches das erste ist, was dein potenzieller Leser zu sehen bekommt, wenn er sich für dein Buch interessiert. Dementsprechend wichtig ist es, dass er den Leser optimal auf deinen Text vorbereitet.

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Motivation: Run Boy Run oder was treibt deine Figuren an

Ein zufälliges Ereignis kann eure Geschichte starten, aber die Motivation eures Protagonisten ist das, was sie in Gang hält. Unnötig zu betonen, dass sie deshalb extrem wichtig ist. Manchmal sind es aber gerade die einfachsten Dinge, an denen eine Geschichte scheitert, also reden wir heute über dieses Thema: Hat dir schon einmal ein Testleser ein Fragezeichen an eine Entscheidung deines Protagonisten gemalt oder ein vielsagendes "Hä?". Vielleicht hat er (oder sie, weil ja heute Weltfrauentag ist) nicht verstanden, was deine Figur zu dieser Entscheidung getrieben hat. Entweder ist die Motivation bis dorthin nicht klar geworden oder die Entscheidung steht im Widerspruch dazu. Ein einfaches Beispiel: Dein Leser kann möglicherweise nicht nachvollziehen, warum dein Protagonistin in die dunkle Spinnenhöhle geht, obwohl sie furchtbare Angst vor Spinnen hat. Weiß er aber, dass in der Höhle die Puppe liegt, die sie unbedingt zurückholen will, weil sie das letzte ist, was sie noch von ihrer geliebten Mutter besitzt, wird (zumindest ein bisschen) verständlicher, warum sie ihre Angst überwindet und die Spinnweben beiseite schiebt. Zu einer Motivation gehören auch Folgen des Erfolgs oder Misserfolgs. Auch diese sollten uns beim Schreiben klar sein und unsere Leser sollten sie ebenfalls erkennen können. Dies macht die Motivation verständlicher und bestärkt sie. Der Leser kann sich bei starker Motivation der Hauptfigur kaum entziehen. Wir kreieren ein Szenario, in dem die unlogische Handlung der Hauptfigur vollkommen logisch wirkt. Auch dem Leser fällt im besten Falle keine bessere Lösung des Problems ein.

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7 wichtige Schreib-Lektionen aus den ersten 16 Monaten meiner Autorenkarriere

16 Monate, jetzt spinnt sie wieder... Nach einem Jahr kann man sowas ja mal machen oder nach zu anderen Großereignissen, aber nach 16 Monaten ohne besonderen Anlass? Naja, so bin ich eben. Ich weiß nicht mehr genau, an welchem Tag ich mir gesagt habe - Komm, du schreibst jetzt einfach mal einen Roman. Irgendwann im Januar muss sich die Idee in meinem Kopf eingenistet haben. Ich war auf einem mehrtägigen Yoga-Retreat und hatte Zeit, mich mit mir selbst und meinen Wünschen zu beschäftigen. Da muss irgendwas passiert sein. Etwa im April habe ich tatsächlich begonnen, meinen ersten Roman niederzuschreiben. Natürlich waren die Anfänge dilettantisch. Was auch sonst?

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Was passiert, wenn wir uns nicht mit der Hauptfigur identifizieren können oder wollen?

Ein spannendes Thema, auf das ich unter anderem wegen dieses Beitrags [Rezension] M.C. Beaton – Agatha Raisin und der tote Richter zu sprechen kommen möchte, sind Hauptfiguren. Es ist - sagen wir mal - üblich, dass Bücher Hauptfiguren haben, die wir toll finden können, während wir lesen. Viele von ihnen sind überdurchschnittlich schön, begehrenswert, klug und und und ... und haben von alledem keine Ahnung, was sie nun zusätzlich häufig auch noch sympathisch macht. Vielleicht verleiht der Autor der Figur dankenswerterweise noch die eine oder andere Macke, damit wir uns nicht übermäßig minderwertig vorkommen, aber im Grunde wären wir gern (ein bisschen) wie diese Figuren. Manche Autoren geben ihrer Hauptfigur mehr Macken. Manchmal bekommen wir es mit einem waschechten Versager in der Hauptrolle zu tun. Mit dem Versager oder einem makellastigen Charakter möchten wir uns nicht gerne identifizieren. Welche Gründe könnten wir Leser haben, ein Buch mit einer solchen Figur trotzdem zu lesen?