Business

Der 20+1 Schritte-Plan zur erfolgreichen Buchveröffentlichung

20 Schritte sind dir zu viel Aufwand? Dann klick bitte auf den „Zurück“-Button deines Browsers – denn ein bisschen Aufwand ist das mit den Büchern dann eben doch. Wenn du nicht bereit bist, Zeit und/oder Geld zu investieren, sinken deine Erfolgschancen drastisch. Man kann zwar auch mit Müll viel Geld verdienen, aber das gehört zu einem ganz anderen Kapitel. Einem Kapitel, von dem ich nichts verstehe und für das du dir lieber an anderer Stelle einen Experten suchen solltest, falls das dein Plan ist.

Bist du aber bereit, etwas Aufwand in Kauf zu nehmen und deinem Buch die nötige Zeit zu geben, könnte das hier etwas für dich sein.


Aber starten wir ganz am Anfang:

Was heißt eigentlich „erfolgreich“?

Das ist sehr individuell und abhängig davon, wo du in deiner Autorenkarriere stehst. Für manche Autoren ist es ein Erfolg, wenn sie mit einem Buch dreistellige Verkaufszahlen im ersten Monat erzielen. Für andere Autoren sind mehrere Tausend Vorbestellungen ein Erfolg. Jemand anders feiert es als Erfolg, wenn endlich mal jemand das Buch liest, den er nicht kennt. Und für wieder andere sind erst fünfstellige Gewinne im ersten Monat ein Erfolg.

Da wir hier über die Veröffentlichung eines Buches sprechen, ist „Erfolg“ in diesem Beitrag:

Das Übertreffen der eigenen Verkaufsziele in wenigen Tagen oder Wochen nach der Veröffentlichung.

Langfristiger Erfolg wäre noch einmal etwas anderes. Das könnte beispielsweise sein, dass dir das Buch auch in 5 Jahren noch ein regelmäßiges Einkommen beschert oder das deine Leser dein Buch unter ihren Jahreshighlights nennen.

Wir beschäftigen uns aber heute mit kurzfristigem Verkaufserfolg bzw. Wahrnehmung nach der Veröffentlichung.

Kommen wir also zu den 20 Schritten zu deinem Erfolg:


1. Schreibe ein Buch mit einer Geschichte, die dich fesselt

Ich bin überzeugt davon, dass eine Geschichte, die dich fasziniert, auch ihre Leser finden wird. Und ich glaube auch fest daran, dass du nur eine gute Geschichte schreiben kannst, wenn du mit dem Herzen dabei bist. Deshalb liegt hier ein sehr wichtiger Arbeitsschritt vor dir.

2. Benenne dein Genre inkl. Sub-Genre

Was ist es? Ein Krimi, eine Romance-Novelle oder ein Highfantasy-Epos?

Je nachdem, wie du dein Genre definierst, wirst du eine andere Zielgruppe ansprechen und jedes Genre und Sub-Genre erfordert im weiteren Verlauf ein anderes Vorgehen.

Gibt es ähnliche Bücher? Welche sind es? Hast du sie schon gelesen? Und damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt.

3. Lies ein Buch aus deinem Genre, das nicht von dir stammt

Verschaffe dir einen Überblick darüber, was die direkte Konkurrenz macht. Ich habe neulich erst wieder einen Kommentar einer Autorin gelesen, die schrieb, dass sie seit Jahren kein Buch gelesen hat. Das ist wirklich traurig und auch ziemlich ungeschickt. Egal, wie gut man im Schreiben sein mag: Ab und zu mal ein Buch lesen, schadet weder dem eigenen Stil noch ist es von einem Autor zu viel verlangt.

Wenn man zu lange im eigenen Saft gart, entgeht einem so manches, was man verbessern könnte.

Es ist immer hilfreich zu wissen, wie die Bücher sind, zwischen die du deins später positionierst. Du erzeugst da ein Produkt, das sich im Wettbewerb durchsetzen soll. Daher wäre es gelinde gesagt dumm, wenn du dir die Konkurrenz nicht ansiehst. Wenn du eine Orangen-Limonade herstellst, probierst du doch auch mal Fanta und Co., um zu wissen, warum deine Limo besser ist, oder?

4. Überarbeite das Buch nach allen Regeln der Kunst

Das kann jetzt hart werden, aber da musst du durch. Es muss alles weg, was nicht zur Geschichte gehört. Nur die wenigsten Leser möchten wissen, wie sich dein Protagonist die Zähne putzt oder was er morgens auf seine Schulbrote schmiert, sofern dieses Brot nicht später noch eine wichtige Rolle spielt. An dieser Stelle gilt wirklich das Gleichnis mit dem Garten:

„Ein Gärtner braucht eine scharfe Schere und ein hartes Herz“

Schneide so viel weg wie möglich, damit man die Blüten deiner Pflanze ungehindert betrachten kann.

Andere Schreibtipps für diesen Arbeitsabschnitt lauten beispielsweise „Schreibe für den Leser“- was im Grunde das Gleiche bedeutet. Du servierst deine Geschichte einem Fremden. Jemandem, den du beim Lesen nicht begleiten kannst, um ihm zu sagen, dass die folgende Szene dir besonders am Herzen lag und du sie behalten musstest,  obwohl sie deine Handlung nicht voranbringt. Erst musste die Geschichte dir gefallen, jetzt passt du sie für jemanden an, der nicht in deinem Kopf wohnt.

Vielleicht hilft dir der folgende Beitrag dabei, wenn du noch nicht recht weißt, was du beim Überarbeiten überhaupt beachten sollst:

Deinen Entwurf editieren – was heißt das?

5. Gib dein Buch jemandem zum Lesen, der dir seine ungeschönte Meinung sagt

Okay, nun, ist es an der Zeit, dir tatsächlich eine zweite Meinung einzuholen. Hier gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Die Einen meinen, du solltest einen Erstleser nehmen und dann den Lektor ans Manuskript lassen. Manch einer will gar keinen professionellen Lektor anheuern. Fakt ist aber:

Du brauchst eine unvoreingenommene Meinung zu deinem Buch.

Du wirst es wahlweise durch eine rosarote Brille sehen oder mittlerweile für den größten Mist halten, den du je geschrieben hast. Der Leser sollte dir sagen können, was ihm gefallen hat und wo er gestolpert ist. Manche Autoren arbeiten bei dem Erstleser sofern er kein Lektor ist auch mit Fragebögen. Mir gefällt es, wenn ich mit meinem Erstleser einfach planlos über das reden kann, was er oder sie gelesen hat und wie es auf ihn oder sie gewirkt hat. Hilfreich ist es, wenn dein Leser und/oder Lektor sich mit deinem Genre gut auskennt, weil er dann die Regeln kennt, nach denen diese Bücher funktionieren.

6. Lass dir von einem Coverdesigner ein Cover erstellen

Ein Cover ist so ungemein wichtig, weil es das erste und häufig einzige ist, was die Leute von deinem Buch sehen werden. Im Bruchteil einer Sekunde wird entschieden, ob ein potenzieller Leser sich dein Buch mal näher ansieht oder nicht. Das hat nichts mit deinem Buch zu tun, denn zu dem Zeitpunkt hat der Leser ja keine Ahnung, was da vor ihm auftaucht.

Also gib das Thema am besten an einen Profi, der Cover gestaltet, die zu deinem Geschmack passen oder deinem Genre entsprechen ggf. sogar beides in einer Person. Wenn du noch nicht weißt, wer dir da helfen kann, schau dich doch mal in meiner Übersicht der Coverdesigner um.

Damit dein Leser das Buch im Dschungel des Buchladens oder des Internets auch als etwas identifizieren kann, was ihn interessieren könnte, sollte das Cover den Regeln eines Genres bzw. Sub-Genres folgen. Wenn ich meinen Cosy-Crime Roman in eine Thriller-Hülle stecke, werden die Thriller-Sucher von dem Buch enttäuscht sein und die Cosy-Crime-Sucher können es nicht finden.

Zu genrespezifischen Cover-Regeln habe ich schon ein paar Beiträge geschrieben. Falls dein Genre noch nicht dabei ist, so hoffe ich, dass ich irgendwann demnächst mal dazu komme, einen Beitrag dazu zu schreiben.

7. Überlege dir, wer dein Buch lesen soll und warum

Das steht jetzt wieder in direkter Verbindung zu dem Cover, aber es ist auch später noch von elementarer Bedeutung, dass du deinen Leser kennst. Schreibst du für Schülerinnen zwischen 14 und 16, die sich gerade zum ersten Mal verlieben und ihre Nachmittage bei ihren Pferden verbringen? Oder für Frauen zwischen 25 und 40, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob sie sich trauen sollen, ihren großen Traum wirklich Realität werden zu lassen? Oder schreibst du für Männer, die schon immer mal eine Rakete bauen wollten, um damit ferne Galaxien zu erkunden?

Wenn du weißt, wer der ideale Leser für dein Buch ist, kannst du ihn mit gezielter Werbung ansprechen. Andere Menschen werden von ganz allein ebenso auf dich aufmerksam, wenn du dich gut genug in deiner Nische positioniert hast. Es lesen schließlich längst nicht nur Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren Twilight und Co.

8. Schreibe einen Klappentext

Der Klappentext gibt ein Versprechen, das du halten solltest. Auch hier sollte das Genre durchscheinen. Spielt dein Buch in einer Welt, in der es Dinge gibt, die in Klein-Kleckerstedt nicht auf der Dorfstraße zu finden sind, erwähnst du es besser irgendwo im Klappentext. Gemeint sind zum Beispiel Gestaltwandler, Serienmörder, Millionäre, Außerirdische, eine Reise zum Mond, eine Stadt unter Wasser, …

Selbstverständlich kannst du einen Weltraum-Krimi schreiben. Aber dein Klappentext sollte dem Leser spätestens mitteilen, dass er weder Douglas Adams noch Klaus-Peter Wolf zu erwarten hat. Also sag ihm, dass dein achtarmiger Kommissar im Nebel des G13-7/Beta nach dem Dieb sucht, der das Fernrohr des Präsidenten vom Mars geklaut hat.

Wenn du noch ein paar Hinweise zum Klappentext benötigst, findest du eine Reihe davon in folgendem Beitrag:

Der passende Klappentext und wie du gute Werbetexte für dein Buch schreibst

9. Überarbeite das Buch noch einmal

Du weißt jetzt genau, was dein Erstleser und/oder Lektor zu bemängeln hatten. Du weißt, worauf dein Buch hinaus will. Die Story ist das geklaute Fernrohr, du erinnerst dich. Ob der Kommissar geduscht hat oder ob das Duschen überhaupt bei seiner Spezies üblich ist, spielt keine Rolle, wenn er den Dieb nicht mit einem Stinkangriff zur Strecke bringt.

Streichen, ausbessern und Fehlendes ergänzen lautet die Devise.

10. Suche dir passende Vorableser / Rezensenten

Unter Punkt 7 hast du dir ja schon überlegt, wer ein passender Leser für dein Buch ist und wahrscheinlich auch eine Idee entwickelt, wo du ihn antreffen kannst. Du könntest zum Beispiel direkt dort anfangen, nach Vorablesern zu suchen. Natürlich kannst du auch ein paar Blogger deines Vertrauens hierfür ins Boot holen, aber es wäre möglich, dass dein Buch dadurch kein einziges Mal mehr verkauft wird, weil deine Zielgruppe den Blogs nicht folgt. Und natürlich ist es möglich, dass deine Vorableser (wenn du sie an den falschen Stellen suchst) nicht repräsentativ für deine Zielgruppe sind. Vielleicht mögen 25 jährige Erzieherinnen es nicht, weil du eben für 55 jährige Tischler geschrieben hast. Dazu erzähle ich dir aber unter Punkt 12 noch etwas mehr.

11. Beseitige letzte Fehler in deinem Manuskript

Rechtschreibung und Grammatik sollten so gut sein, dass ein normaler Leser nicht stolpert. Perfekt wäre aber besser. Irgendwas bleibt fast immer zurück, da lässt sich kaum etwas machen, aber ich störe mich als Leser extrem daran, wenn mir schon zu Beginn mehrere vermeidbare Fehler begegnen, denn es reißt mich aus dem Lesefluss, für den du ja sonst alles getan hast.

12. Gib dein Buch an seine ersten Leser

Das können Blogger/YouTuber/Podcaster sein oder auch einfach ein paar schnelle Leser, die du dir ausgesucht hast und denen du dein Buch kostenfrei zur Verfügung stellst. Wenn du kein Vorab-Kontingent irgendwo drucken lässt, kannst du wohl zunächst nur eBooks vergeben. Als Dank könntest du den Lesern je nach Geldbeutel aber zum Beispiel bei Gefallen später ein signiertes Print zukommen lassen. Manche Autoren verschicken ganze Dankespäckchen. Bei anderen gibt es nur Dank, aber bedanken sollte man sich für die Rezensionen dieser Partner meiner Meinung nach schon.

Nicht in jedem Genre sind Buchblogger eine gute Wahl, was natürlich auch nicht heißen soll, dass es schadet, dein Buch diesen Bloggern zu geben, aber manche Lesergruppen sind nicht interessiert an Buchblogs. Dein glutenfreies Kochbuch ist bei einem Fantasy-Buchblog vielleicht einfach nicht optimal positioniert, aber vielleicht sind ein paar Menschen mit Glutenunverträglichkeit dennoch unter den Lesern und werden so auf dein Buch aufmerksam. Trotzdem wäre es für dieses Buch sinnvoller, an anderer Stelle nach Unterstützern zu suchen. Wie wäre es stattdessen also in einem Kochforum oder auf Kochblogs?

Auch ein historischer Roman könnte von einer gezielteren Positionierung durchaus profitieren. Vielleicht gibt es auch für deinen Roman eine besondere Zielgruppe, die du an anderer Stelle gut erreichen kannst?

Mehr als 40 Buchblogger nach Genre findest du in meiner kleinen Bloggerstadt

13. Widme dich dem Buchsatz

Dein Buch sollte nun so weit fertig sein, dass du das eBook veröffentlichen kannst. Wenn du möchtest, kannst du das auch jetzt schon tun.

Es gibt beim Buchsatz noch einige Sachen zu beachten. Wo kommt die Seitennummerierung hin? Welche Schriftart darf ich benutzen? (Rechte prüfen!) Welche Schriftart und Schriftgröße lassen sich gut lesen? (Nicht am falschen Ende sparen, um ein paar Seiten weniger Umfang zu bekommen – Schriftart/-größe/-schnitt tragen für den Leser extrem dazu bei, ob sich das Buch angenehm lesen lässt) Was mache ich mit den Seitenumbrüchen mitten im Absatz? Wie gestalte ich die Kapitelüberschriften?

Am Ende weißt du, wie viele Seiten dein Buch haben wird. Das solltest du deinem Coverdesigner sagen (inkl. der Info, welches Papier du benutzen wirst), damit er die richtige Breite für deinen Buchrücken bestimmen kann.

(14. Gib dein Buch zur Vorbestellung frei und informiere deine Follower darüber)

Ich glaube, dieser Tipp ist nur für Autoren mit bestehender Fangemeinde hilfreich. Über dieses Thema gibt es eine Menge Diskussionen und letzten Endes, musst du wissen, ob du das Tool Vorbestellungen nutzen möchtest oder nicht.

Schau doch mal in den Beitrag der Selfpublisherbibel zu dem Thema:

Ein kleines Plädoyer für die Vorbestell-Funktion bei Neuveröffentlichungen

Aber die Vorbestellfunktion gibt dir auf jeden Fall schon einmal vorab die Möglichkeit, den Link zur Bestellseite zu verteilen. Ohne Vorbestellfunktion, kannst du diesen Link erst am Veröffentlichungstag an deine Fans und Freunde bzw. sonstige Interessierte verteilen.

15. Bestelle einen Probedruck

So, alles ist soweit fertig und sollte perfekt sein. Nicht wahr? Du könntest also endlich veröffentlichen und dir die folgenden 10 Tage Arbeit (inkl. Wartezeit) sparen.

Würde ich nicht machen! Nimm dir nun auch noch diese Zeit und schau dir deinen Probedruck genau an. Sieht außen alles aus, wie geplant? Wie sitzt der Buchrücken? Wie gefällt dir das Innenleben nun, wo es gedruckt ist und die Seiten geschnitten sind? Sind die Seitenzahlen am richtigen Rand?

16. Lies den Probedruck noch einmal komplett durch

Vielleicht fällt dir hierbei noch ein blöder Tippfehler auf, der sich eingeschlichen hat (vielleicht aus dem Satz, vielleicht bei der Silbentrennung, vielleicht ist irgendwo das Format verrutscht). Noch kannst du es korrigieren, ohne dass deine Leser etwas merken.

17. Veröffentliche das fertige eBook und das Taschenbuch

Wenn alles passt, kannst du beide Dateien nun freigeben und mit einem Preis versehen. Bedenke bitte die Buchpreisbindung. Nach der Veröffentlichung kannst du auch bei CreateSpace und Co. deine ersten Autorenexemplare bestellen, um sie zu verkaufen, Freunden und Bekannten (und deinen Erstlesern) zu schenken oder sie dir alle ins Regal zu stellen. So weit ich weiß gehen diese Bestellungen aber nirgends in dein Verkaufsranking ein.

18. Bitte deine ersten Leser um ehrliche Rezensionen

Wenn dein Buch online ist, können die ersten Rezensionen eingestellt werden. Achte darauf, dass nicht alle auf einmal kommen, sonst wird beispielsweise Amazon misstrauisch und glaubt, du hättest dir die Meinungen erkauft.

Es ist gar nicht schlimm, wenn auch Bewertungen mit weniger als fünf Sternen dabei sind. Das macht die Bewertungen glaubhafter. Ich traue persönlich keinem Produkt, von dem alle begeistert schwärmen. Bücher sind Geschmacksache und dass jemandem das Ende nicht gefällt oder jemand keine Dreiecksgeschichten mag oder jemand nicht mag, wenn in einer Geschichte lokaler Dialekt vorkommt, ist völlig okay und gibt einem Leser der Bewertungen auch ein Gefühl dafür, was ihn erwartet. Spoiler in Rezensionen hingegen gehen gar nicht. Wenn derjenige, der das Ende nicht mochte, also schreibt, dass er es total doof findet, dass am Ende der Mörder entkommt, ist das suboptimal. Wenn du den Rezensenten kennst, kannst du ihn bitten, das zu ändern. Ansonsten kannst du Amazon bitten, die Bewertung wegen des Spoilers zu löschen (manchmal klappt es – allerdings schauen sie sich dann manchmal deine anderen Rezis auch ganz genau an und du verlierst vielleicht mehr als nur die eine)

19. Eine Preisaktion zur Veröffentlichung schadet nicht

Ich würde hier zu einem zeitlich begrenzten Einführungspreis für das eBook raten (Print geht ja sowieso nicht als Preisaktion). Die zeitliche Begrenzung würde ich auch in der Werbung kommunizieren, damit die Empfänger der Werbung wissen, dass sie sich beeilen müssen, wenn sie den günstigen Preis wollen. Zur Einführung eines Folgebandes einer Reihe lohnt sich auch eine Preisaktion für den ersten Band, um neue Leser auf deine Reihe aufmerksam zu machen. Wenn die ersten Teile gut waren, kaufen deine bisherigen Leser den Folgeband sowieso meist. (wer kann schon mit Kuchen aufhören, so lange er schmeckt?)

20. Schalte bezahlte Werbung für deine Zielgruppe

Ja, ich mag bezahlte Werbung. Du hast bis hierher so viel Zeit und Geld in dein Produkt gesteckt, da bringt dich ein bisschen Werbung nicht um. Werbegruppen nützen nur in den seltensten Fällen etwas, weil dort niemand hingeht, der etwas sucht, für das er sein Geld ausgeben darf. In einschlägigen Büchergruppen darauf hinweisen, kann man machen, wenn erlaubt. Aber mehr als einmal geht das meist nicht und diese Posts gehen auch häufig unter.

Eine gute Zielgruppendefinition z.B. bei Facebook ist aber wichtig, damit deine Werbung nicht nur Männer aus arabischen Ländern oder in Indonesien erreicht. In dem Fall würde ich eher dazu raten, das Geld mit einem Aufkleber für dein Buch drauf an Passanten zu verteilen.

21. Warte darauf, dass die Verkäufe in die Höhe schnellen und freue dich darüber

Jetzt sollte die Nummer eigentlich laufen. Die Freude darüber zu teilen ist ein weiterer Weg, dein Buch bei deinen Followern im Gespräch zu halten.

Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, dein Buch zu vermarkten, aber das gehört dann zu einem anderen Beitrag. Wenn dich interessiert, welche Marketingmaßnahmen bei mir gut angekommen sind, schau dir doch mal diesen Beitrag an: 4+1 Wege zu erfolgreichem Marketing für Selfpublisher und Autoren bei kleinen Verlagen