Roman vermarkten · Schreiben

Facebook Werbung für Autoren

Ich habe mich schon oft gefragt, wie ich eigentlich eine erfolgreiche Werbeanzeige bei Facebook und Co. schalte. Dass sie als Werbeinstrument hervorragend funktionieren können, weiß ich bereits. (siehe auch 5 Buchmarketing-Maßnahmen, die dir wirklich zahlende Kunden bringen) Aber wie ich es anstelle, dass meine Leser meine Anzeige sehen und dann auch mein Buch kaufen, habe ich noch nicht verstanden.

Wie ich dir das dann beibringen will? Tja, eine berechtigte Frage. Aber ich habe natürlich eine Lösung parat, sonst träfen wir uns heute nicht hier. Helen Schmidt ist Expertin für Buchmarketing und deshalb meine erste Adresse für diese Frage. Nachdem wir uns auf der BuchBerlin 2018 kennengelernt haben, konnte ich sie mit diesem Thema für einen Gastbeitrag begeistern. Hier ist also Helens kompetente Anleitung für Facebook Werbung für Autoren.

Viel Spaß dabei!


Können sich Facebook Werbeanzeigen für Autoren lohnen? Worauf muss beim Erstellen der Anzeigen geachtet werden?

Zu Beginn sei gesagt, dass das Anzeigenschalten eine Wissenschaft für sich ist. Nicht umsonst haben sich viele Firmen auf das Einrichten und Optimieren der Facebook-Werbung spezialisiert.

Die Anzeigen werden nach einem Auktionsverfahren vergeben, wodurch auch die Klickpreise festgelegt werden. Kosten fallen erst in dem Moment an, wenn wirklich jemand auf deine Anzeige klickt. 

Facebook Ads für Romane, Google Ads für Sachbücher

Neben Facebook kann man auch bei Google Anzeigen schalten, welche pro Klick (Pay per Click PPC) abgerechnet werden. Um zu entscheiden welche Möglichkeit gewählt wird, muss das Verhalten der Benutzer betrachtet werden.

Bei Facebook befindet sich der Nutzer im Freizeitmodus, wogegen er bei Google aktiv nach etwas sucht. Werbung für einen Roman, den man in der Freizeit liest, lässt sich bei Facebook gut unterbringen. Wird das Thema eines Sachbuches häufig nachgefragt, kann es sinnvoller sein, die Anzeige über Google zu schalten. Nutzer, die googeln, wollen sofort Antworten und weitere Informationen zu einem Thema vorfinden wollen. Google-Werbung funktioniert über Suche, Facebook-Werbung richtet sich an bestimmte Zielgruppen. 

Bei Facebook kannst du deine Zielgruppe relativ genau angeben, wodurch die Anzeigen zielgenau ausgespielt werden können. Dazu musst du deine Zielgruppe allerdings genau kennen. (Dabei kann dir die Leserdefinitionsmethode helfen, die ich dir in meinem Blogbeitrag vorstelle.)

Grundlagen der Facebook Anzeigenschaltung

Um bei Facebook Anzeigen zu schalten, wird ein Werbekonto benötigt. Dort werden die Zahlungsmethoden hinterlegt. Ratsam ist es, ein Zahlungslimit festzulegen. So geht man sicher, dass ein vorher festgelegter Betrag nicht überschritten wird. Gerade wenn man zu Beginn etwas unsicher ist, eignet sich diese Einstellung. 

Facebook Anzeigen für Romanautoren

Um bei Facebook Anzeigen zu schalten, meldest du dich mit dem FB Werbeanzeigenmanager an. Klickst auf erstellen einer neuen Werbeanzeige und schon geht das Auswahldilemma los.
Traffic, Conversion oder doch Leadgenerierung?

Hier widmen wir uns dem einfachen Schalten einer Anzeige auf die Amazonbuchseite, auf der das aktuelle Buch eines Autors zum Einstiegspreis angeboten wird.

Das einfachste Marketingziel heißt Traffic

Traffic sorgt dafür, dass möglichst viele Menschen auf eine Seite deiner Wahl geleitet werden. Hierfür musst du auch keinen Facbook-Pixel einrichten oä. 

Facebook Anzeigen als Ranking push

Facebook Werbung setzt man am besten ein, um Aktionen oder Neuerscheinungen zu bewerben. Ziel ist es, das Einstiegsranking zu pushen, um durch eine hohe Platzierung die Amazon internen Käufe anzukurbeln.

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Die Zielgruppe richtig festlegen

Lege die Zielgruppe fest. Hast du beispielsweise ein Buch geschrieben, welches sich vorrangig an verheiratete Frauen richtet, kannst du genau diese Suchkriterien eingeben.

Um erfolgreich Anzeigen zu schalten, muss die Zielgruppe genau kennen gelernt werden. Grenze deine Zielgruppe möglichst eng ein und optimiere deine nächste Anzeige auf Basis der Daten der vorherigen. Vielleicht ist eine Altersspanne klickfreudiger als eine andere. Nutze dieses Wissen bei der nächsten Anzeigenschaltung.

Die Platzierung

Facebook hat eine automatische Platzierung vorgegeben, deine Anzeige an allen möglichen Werbeplätzen inkl. Instagram und Messenger auszuspielen. Das wollen wir nicht.
Bedenke, dass Instagram ein anderes Bildformat hat und du dafür extra Anzeigenbilder erstellen solltest. 

Um die Anzeigenerfolge besser auswerten zu können, solltest du dich bei einer Anzeige auf eine Plattform beschränken.

Du kannst die erstellte Anzeige dann einfach duplizieren und auf einer anderen Plattform anzeigen lassen. So sind deine Auswertungsergebnisse genauer. 

Auf keinen Fall solltest du als Plattform die rechte Spalte von Facebook wählen. Wir haben uns alle daran gewöhnt, die rechte Seite des Bildschirm auszublenden, weil wir wissen das dort meist Werbung angezeigt wird. Des Weiteren nutzen die meisten User die sozialen Medien mit ihrem Smartphone und auf diesem wird die rechte Seite erst gar nicht angezeigt. Emfehlenswert ist hier die Auswahl von zwei Flächen: Dem NewsFeed und der Stories, wobei man hier wieder testen kann, welcher der beiden Platze besser funktioniert.

Das Budget

Ein Tagesbudget von 10 € ist empfehlenswert. Je nach Zielgruppe können die Preise für einen einzelnen Klick variieren. Von ein paar Cents bei einer breiten Zielgruppe bis zu gut zwei Euro bei einer spitzen und beliebten Zielgruppe. 

Es ist zu bedenken, dass auch Unternehmen ihre Werbung eventuell auf deine Zielgruppe schalten. Durch das höhere eingesetzte Budget können Nutzer mit kleinen Budges das Nachsehen haben. 

Außerdem bevorzugt Facebook beständige Werber. Das ist nichts offiziell bestätigt, aber die Erfahrung einiger Marketingexperten bestätigen dies. 

Das Anzeigenbild

Es gibt einige Reglungen bei Facebook, die man bei Bildern beachten sollte. Ein Punkt ist, dass maximal 20% des Bildes Text beinhalten dürfen. Hast du dein Buchcover auf der Anzeige, sind die 20 % meist überschritten. Du kannst dein Anzeigenbild aber manuell durch FB Überprüfen lassen und meist schalten sie die Anzeigen frei, weil es sich um Bücher handelt.
Der Hinweis: Für kurze Zeit 2,99 € oder KU Leser lesen kostenfrei oder ähnliches sind dadurch möglich. 

Erstelle deine Anzeige möglichst professionell, nutze Onlinetools (beispielsweise Canva) oder wende dich an deinen Coverdesigner. Dein Buch als MockUp, also eine dreidimensionale Darstellung deines Buches oder dein Cover in einem E-Book-Reader sollten selbstverständlich sein. 

Der Anzeigentext

Schreibe nicht einfach deinen Klappentext runter. Verrate genau, was den Leser erwartet, damit nur interessierte Leser auf die Anzeige klicken. Richtet sich deine Anzeige an Schnäppchenjäger, sollte dies deutlich werden. Bist du kein Fan von 99 Cent Aktionen, bewirbst dein Buch aber mit einem Aktionspreis, solltest du diese in den Text oder das Bild aufnehmen. So vermeidest du, dass die 99 Cent E-Book Leser auf deine Anzeige klicken, es dann nicht kaufen, weil sie keine 2,99 € als Einführungspreis akzeptieren.

Das Ergebnis

Als Faustformel kann man sagen, dass deine Anzeige erfolgreich ist, wenn von 10 Klicks ein Verkauf generiert wird. Dass man mit Facebook-Werbung für ein Buch nicht reich werden kann, lässt sich damit schnell im Kopf überschlagen.

Als Autor einer Reihe, mit mehreren Büchern in einem Genre kann sich dauerhafte Facebook Werbung für das neuste Werk lohen. 

Pro-Tipp für Facebook Anzeigenschaltung

Um deine Leser von deinem Buch zu überzeugen, kannst du sie nicht nur direkt auf die Amazonseite leiten, sondern auf eine Buchlandingpage. Dort werden dem Leser interessante Inhalte präsentierst. Das stärkt die Leserbindung. Ein weiterer Vorteil: Du kannst hinter diesem Kaufbutton einen Amazon-Affiliate-Link setzen und dadurch auswerten, wie oft das Buch darüber gekauft wurde.

Mit dem Amazon Partnerprogramm kannst du einsehen, wie oft der Link angeklickt wurde. 


Als Geschäftsführerin bei Buchvermarktung unterstützt Helen Schmidt Autoren und Verlagen bei der Vermarktung ihrer Bücher. Sie ist immer den neuen Onlinemarketingtrends auf der Spur, so veranstaltete sie eine Onlinebuchmesse die sich über die Verwendung eines einheitlichen Hashtags in den sozialen Medien aufbaute. In ihrem Blog gibt sie viele Ideen und Erfahrungen im Bereich Onlinemarketing weiter.

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