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Facebook-Seiten haben als Marketing-Tool für Self-Publisher ausgedient

Es ist vorbei. Die schöne Zeit, in der es möglich war, mit verhältnismäßig geringem Aufwand eine Facebook-Seite zu betreiben und dadurch neue Leser für die eigenen Bücher finden zu können, ist Geschichte.

Mehrmals schon hat Facebook im vergangenen Jahr die Algorithmen angepasst, die bestimmen, was der Nutzer in seiner Timeline sieht. Im Klartext bedeutet es heute, dass die Beiträge längst nicht mehr jedem Abonnenten der eigenen Seite angezeigt werden. Vormals war es möglich, neue Seiten zu entdecken, weil Freunde einem Beitrag einen Like oder einen Kommentar hinterließen. So konnte sich die Leserschaft einer Seite organisch erweitern. Heute klappt dies vermutlich (wenn überhaupt) nur noch mittels bezahlter Werbeanzeigen.

Aus meiner Sicht lohnt sich das Betreiben einer Autorenseite auf Facebook also nicht mehr für Autoren, deren Ziel es ist, mit der Seite potenzielle Leser auf sich aufmerksam zu machen.

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Wann ist eine Autorenseite dennoch sinnvoll?

  • Um bestehende Leser mit News zu versorgen
  • Um Werbeanzeigen zu schalten

Ja, und aus meiner Sicht war es das dann schon wieder.

Es gibt natürlich die Möglichkeit mit diversen Like-Sammel-Aktionen mehr Follower zu sammeln, doch wenn sich diese Menschen nicht wirklich für deine Inhalte interessieren, wirst du am Ende noch weniger Menschen mit deinen Beiträgen erreichen, weil Facebook die Seite für uninteressant hält. Diese Aktionen sind daher ein zweischneidiges Schwert, an denen man sich stark blutende Wunden zuziehen kann.

Manch ein Autor versuchte im Zuge der letzten Änderung der Algorithmen auch durch Posts im Stile von „Kommentiert diesen Beitrag, wenn ihr meine Seite weiterhin sehen wollt. Denn Facebook ist böse und will nicht mehr, dass ihr mich seht.“ Ob sich das jedoch auf die Sichtbarkeit der „normalen“ Beiträge positiv auswirkt, kann ich nicht beurteilen, aber ich habe bei einigen dieser Fishing-for-Comment Beiträge auf „Beitrag verbergen“ geklickt, weil ich die ganzen „huhu“s und „och, du armer Autor“-Kommentare nicht mehr sehen wollte.

Der Nutzen von Gruppen, in denen sich deine Leser tummeln, bleibt bestehen, doch hier kannst du auch nur mit deinem Profil agieren und nicht mit deiner Seite. Für diese Aktivitäten hilft dir also keine Autorenseite.

Dieser Artikel wird keinen positiven Abschluss mit einem guten Rat oder der Lösung des Marketingproblems bekommen, ganz einfach, weil ich keinen Rat dazu weiß. Bis ich eine Lösung gefunden habe, werde ich ganz einfach weiterschreiben und meine Ressourcen nicht in der Hoffnung auf Sichtbarkeit einer Datenkrake in den Hals stopfen.

Ich wünsche dir einen produktiven Start in die Arbeitswoche und wenn du die Lösung hast, schreib sie gern in die Kommentare.