Belesen · Leben

Vielversprechendes Szenario, aber … [Abbruch-Rezension]

Ein Fund im öffentlichen Bücherschrank – mein Lieblingsziel auf dem Sonntagsspaziergang – brachte mich mit diesem Buch zusammen. Dort wird das Buch nun auch wieder hinfinden, damit sich jemand anders daran erfreuen kann. Warum das Buch trotz des vielversprechenden Szenarios mein Herz nicht erfreut hat, erfährst du hier.

Rauhnacht: Kluftingers fünfter Fall – Klüpfel/Kobr

In meinen Worten – Worum geht es?

Kommissar Kluftinger ist mit seiner Gattin Erika und dem Ehepaar Langhammer zu einem Kurzurlaub in ein Berghotel eingeladen worden. Dort soll die Neueröffnung des Hotels mit einem Mörderspiel gefeiert werden – der Kommissar ist natürlich der Ehrengast.

Es kommt wie es kommen muss. Statt eines gespielten Mordes haben die Gäste es plötzlich mit einem echten Toten zu tun und eingeschneit sind sie außerdem.

Meine Meinung zur Fortsetzung der Krimi-Reihe

Das grundsätzliche Szenario begeistert mich absolut. Ein geschlossener Raum – keiner kann rein, keiner kann raus (oh, wie ich das liebe). Einer der Anwesenden muss der Täter sein, oder ist es vielleicht doch ganz anders gewesen?

Ja, also du siehst – das ist genau mein DING.

Warum habe ich das Buch also abgebrochen, fragst du dich zu recht!

Grundsätzlich ließ sich der Text meistens flüssig lesen. Ich hatte ein paar Probleme mit Kluftingers Lieblingswort ‚priml‘ – ja, du liest richtig. Kein Rechtschreibfehler. Aber gut, ein paar Eigenarten soll er ja ruhig haben. Ich bin nur bei den ersten paar Malen ein wenig ins Stolpern geraten.

Alles in allen war mir aber bereits das erste Drittel des Buches etwas langatmig. Es muss nicht unbedingt rasant in einem Krimi zugehen – absolut nicht. Deshalb habe ich auch weiter gelesen. Für mich kam das K.O., als das Autorenduo über 15 Seiten erst den morgendlichen Toilettenbesuch des Kommissars und dann den Besuch des Frühstücksbüffets schilderte. Die ersten Seiten las ich noch gewissenhaft, denn da musste ja irgendwas Interessantes kommen… ich fand NICHTS. Ich las flüchtiger, fing an zu Überblättern und hatte dann einfach – sorry – die Schnauze voll. Es war ungefähr so spannend wie die vorbeiziehenden Lärmschutzwände auf der Autobahn…

(Klingt das zu hart? Tut mir leid, es liegt nicht an dir, es liegt an mir… Wir zwei passen einfach nicht zusammen.)

Ich bin kein besonders geduldiger Leser. Meine Aufmerksamkeitsspanne ist ungefähr so groß wie die einer Eintagsfliege und ich reagiere allergisch darauf, wenn ich das Gefühl habe, man verschwendet meine Zeit. Das Gefühl hatte ich hier leider. Als Film hätte ich es wohl durchgezogen und mir zwischendurch einen Kakao gemacht oder am Handy gespielt, aber bei einem Buch habe ich diese Möglichkeit der Ablenkung während langweiliger Strecken nicht.

Schade, dass ich nun nie wissen werde, wie die Geschichte ausging, aber ich verwende meine Zeit dann lieber auf das nächste Buch.

Tut mir leid, es liegt nicht an dir, es liegt an mir… Wir zwei passen einfach nicht zusammen. [Abbruch-Rezension] #kluftinger #krimi #rauhnacht Klick um zu Tweeten

Ich freue mich über deinen Kommentar.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.