Belesen · Leben

Großartiger Spannungsroman mit wahnsinnig viel Emotion! [Rezension]

Auf der Leipziger Buchmesse 2017 habe ich mir Angels Fall von Susanne Leuders gekauft, weil ich nach einer Lesung einige Monate zuvor irgendwie auf dem Thema ihres Buches hängengeblieben bin. Anders als viele andere Bücher, die ich in den letzten Jahren gekauft habe, habe ich dieses recht zügig gelesen und war zunächst so mittelbegeistert.

Die Zeit verging und eigentlich hätte ich die Geschichte vergessen dürfen, aber genauso wie ich damals auf der Lesung  daran hängen blieb, behielt ich auch Angels Fall im Kopf. Wie ein Schluckauf, den man einfach nicht mehr los wird. Denn irgendwie hatte der erste Teil meine Erwartungen ja nicht so recht erfüllt. Aber mit anderen Augen und anderen Erwartungen  gesehen, fand ich es eben rückblickend doch gut.

Jugendthriller Strikers Fall von Susanne LeudersDann sah ich vor ein paar Wochen, dass es eine Fortsetzung zu dem Roman gibt. Und ich überlegte… ich überlegte auch öffentlich… und dann bot Susanne Leuders an, mich zu erlösen und mir das Buch zu schicken. Ich war total überwältigt und habe ihr natürlich meine Adresse gegeben. Diese Geste hat mich natürlich bereits positiv gestimmt, aber meine Meinung zum Buch nicht beeinflusst – das war nämlich auch schon alleine der absolute Hammer.

Susanne Leuders – Strikers Fall

In meinen Worten: Worum geht es?

Es sind einige Jahre seit den Ereignissen, die wir als Angels Fall kenne, vergangen. Angel, die eigentlich schon immer Amelie hieß, begegnet uns als junge Polizistin wieder. Von ihrer Familie losgesagt hat sie ein kleines bisschen Heimat gefunden.

Striker sucht Kontakt zu ihr, doch sie weiß davon zunächst nichts. Allerdings geht er ihr auch nicht aus dem Kopf. In einer Leiche glaubt sie ihn zu sehen und dieser Moment lässt auch sie wieder Kontakt zu Striker suchen.

Die Beziehung der beiden jungen Menschen ist seit jeher kompliziert und ein dramatischer Fall macht das alles nicht einfacher.

Meine Meinung zu dem Roman

Ich kehre zurück in die namenlose Großstadt, die die Heimat von Angel und Striker war. Beide sind wieder dort. Angel nennt sich nun Amelie und hat mit dem alten Namen auch ihre rebellische Phase hinter sich gelassen. Auch ihren Nachnamen trägt sie nicht mehr. Sie ist nun Polizistin und sieht sich mit einer Reihe von Morden konfrontiert, deren Opfer sie so sehr an Striker erinnern, dass sie vor Sorge fast umkommt bzw. sie über ihren Schatten springt, um sich zu vergewissern, dass es ihm gut geht. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt erfährt sie, dass auch Striker sie nie vergessen hat.

Hach…

Und damit bin ich wieder mittendrin in dem Strudel widerstreitender Gefühle, die die Beziehung von Angel und Striker schon damals beherrschten und verhinderten, dass aus den beiden ein echtes Paar wurde. Ein Paar mit Happy End, nachdem der Fall gelöst und die Täter eingesperrt sind.

Hatte ich am ersten Band noch Kleinigkeiten auszusetzen, so ist mir bei der Lektüre dieses Buches kein einziges Manko aufgefallen… außer vielleicht, dass es nun vorbei ist… Ich bin sonst nicht so. Ich habe doch immer irgendwas zu meckern. Ich überlege noch mal. Nein. Nichts.

Keine Ahnung, wie die Autorin es fertiggebracht hat, mich derartig emotional mitzunehmen, dass ich nun trauere, weil meine Zeit mit Angel und Striker vorbei ist. Macht’s gut, ihr Zwei. Es war schön mit euch.

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