Belesen · Leben

Teenie-Hexen-Lovestory ohne Handy und Internet – Willkommen in den 90ern [Rezension]

Vor Kurzem suchte ich Bücher mit Hexen in der Hauptrolle und ich habe bekanntermaßen ein Faible für etwas ältere Geschichten. So stieß ich also auf Lisa J. Smith, die die Vorlage für eine Hexen-Serie geschrieben hat, die ich nicht kenne. The Secret Circle hieß die Serie, die auf Basis ihrer Trilogie „Der magische Zirkel“ entstanden ist. 

Später ging die Geschichte mit Band 4 – 6 (die als Print übrigens kaum noch zu bekommen sind) aus der Feder eines Ghostwriters weiter.

Der erste Band des magischen Zirkels ist mir in erstaunlicher Geschwindigkeit durch die Finger gehuscht. Ich wollte nur kurz reinlesen…

Klappentext:

Sie sind jung – sie sind smart – und sie sind Hexen!

Ein jahrhundertealter Hexenzirkel zieht Cassie in seinen Bann. Doch es gibt eine dunkle Macht, die alles zu zerstören droht. Wird Cassie ihre magische Liebe opfern, um das Überleben der Hexen zu sichern?

Cassie ist todunglücklich, als sie aus dem sonnigen Kalifornien in das düstere New Salem umziehen muss. Doch schon bald findet sie eine neue Freundin – die wunderschöne Diana, die auch noch zur angesagtesten Clique der Schule gehört. Was Cassie nicht ahnt: Dabei handelt es sich um einen uralten Kreis von – Hexen. Und: Cassie ist eine von ihnen!

Eine Teenie-Hexen-Geschichte aus den frühen Neunzigern - Die Ankunft von Lisa J. Smith Klick um zu Tweeten

Zunächst einmal – wie charmant, eine Geschichte zu lesen, in der die Protagonisten (ohne vorgeschobene Magie oder einen Zeitsprung) komplett ohne moderne Technologie auskommen müssen. Kein einziges klingelndes Handy, kein Cybermobbing, kein Internet. Wie schön waren doch die frühen Neunziger.

Cassie ist eine Teenagerin, die sich schon im Urlaub an der US-Ostküste furchtbar nach ihrem Zuhause in Kalifornien sehnt. Zu ihrem Unglück eröffnet ihr ihre Mutter dann, dass es nicht nach Hause geht, sondern dass sie ganz ohne Vorbereitung und Abschied von ihren Freunden zu einer ihr nicht bekannten Oma ziehen werden. Sie findet sich im verschlafenen New Salem wieder und lernt dort sonderbare Menschen kennen. Von einer finsteren Clique gemobbt, ist das einzige, an dem sie sich erfreut die Erinnerung an den Jungen, den sie Tage zuvor am Strand kennengelernt hat – allerdings an einem ganz anderen Ort. Die Hoffnung, ihn jemals wiederzusehen ist gering und schwindet mit jedem Tag mehr.

Bis dahin eine tolle Geschichte, die sich absolut so anfühlt wie die erste Folge einer Serie. Wir lernen die Figuren und ihre Umgebung kennen und identifizieren uns mit der Hauptfigur. Nach und nach enthüllt sich uns dann auch das Geheimnis dieses Ortes und seiner Bewohner.

Das Ende des ersten Bandes erscheint mir jedoch geprägt von so dämlichen Entscheidungen der Hauptfigur, dass ich schreien könnte. Natürlich muss sich Cassie in eine echt blöde Lage manövrieren, damit ich auch ja den zweiten und dritten Teil lese, die ich zum Glück gleich mit bestellt habe.  Von mir gibt es dafür keinen Punktabzug, denn mit 15 oder 16 hätte ich DAS vielleicht ebenfalls für eine kluge Idee gehalten  Somit passt die Misere wahrscheinlich perfekt zu der Altersklasse.

Ich freue mich über deinen Kommentar.

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