Bücherschrank

[Rezension] Karen Rose – Todeskleid

Wie ich zu dem Buch gekommen bin

Das Taschenbuch Todeskleid von Karen Rose lag schon länger auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Bei einem Sonderangebot habe ich mir das Buch dann nochmal als Hörbuch geholt, denn im Grunde habe ich alle ihre Bücher bislang gehört – das jahrelange Pendeln mit dem Auto hat mir so einige Hörbücher beschert. Als Hörbuch wurde es dann auch vom SUB befreit.

Den Klappentext kann ich leider nicht guten Gewissens hier einfügen, da er wesentliche Teile des Buchs falsch wiedergibt. Keine Ahnung, wer diesen Text verbrochen hat, aber er ist auf allen Seiten gleich falsch.

Karen Rose – Todeskleid

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Typisch Karen Rose – spannend, komplex und ein bisschen romantisch.

Eine junge Frau wird auf einer Party ermordet. Verurteilt wird der Gärtner, doch Jahre nach dem Urteil kommen Zweifel an seiner Schuld auf. Je mehr Nachforschungen Privatdetektivin Paige Holden anstellt, umso mehr Menschen, die mit dem Fall in Verbindung standen, sterben. Sie verbündet sich mit dem attraktiven Staatsanwalt Grayson Smith und plötzlich finden sich die beiden mitten in einem Strudel aus Korruption und Gewalt, der unaufhörlich alles um sie herum zu verschlingen droht.

Die Geschichte hat ein rasantes Tempo, wie man es von Karen Rose gewöhnt ist. Auf den ca. 700 Seiten passiert unheimlich viel und es erfordert Aufmerksamkeit, bei allen Wendungen auf dem Laufenden zu bleiben. Die Auflösung gefiel mir relativ gut, aber gleichzeitig fand ich die Story etwas zu weit hergeholt (sowas sagt man ja häufig und dann steht ein noch haarsträubenderer Fall plötzlich als wahre Begebenheit in der Tageszeitung).

Ich mag an Karen Roses Büchern, wie sie die Figuren aus unterschiedlichen Büchern miteinander verbindet. Dieses Element fehlt mir hier ein wenig, obwohl natürlich auch Figuren auftauchen, die man bereits aus anderen Büchern kennt. Trotzdem sind Grayson und Paige fast vollständig isoliert von ihrer Außenwelt und drehen sich stark um sich selbst. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden erscheint mir auch etwas zu gewollt. Insgesamt hat mich das Buch nicht vollständig überzeugt, weshalb es nur 3,5 Sterne von mir bekommt.