Wundervolle Dinge

Eigentlich wollte ich nur eine kurze Wasserstandsmeldung zum neuen Buch abgeben, der es gibt da was, das ich einfach nicht für mich behalten kann.

Also fangen wir ganz vorne an.


Das Buch ist nun wirklich in seinen letzten Überarbeitungstagen und bei Amazon schon angelegt. Das Cover ist fertig und wird morgen endlich enthüllt. Es ist anders als andere Krimi-Cover, weil es anders als andere Krimis ist. Bislang ist es bei der Zielgruppe sehr gut angekommen, denn eine kleine Gruppe hat es schon gesehen.

Diese kleine Gruppe ist auch das, was ich nicht für mich behalten kann. Ich habe nach Vorablesern gesucht, die meinem Buch zu einem guten Start verhelfen können. Dafür habe ich den Klappentext gepostet (ob der nun 100% so bleibt, oder sich noch etwas ändert, ist da ja gar nicht so wichtig) und meine Spielregeln festgelegt. Zu den Spielregeln gehört, dass ich das Buch zu einem bestimmten Termin an den Vorableser schicke (in meinem Fall als eBook) und zu einem bestimmten Termin eine Leistung von ihm erwarte (eine Rezension auf Amazon, die nicht länger sein muss, als ein paar Worte).

Hierfür habe ich nicht nur unter meinen bisherigen Kontakten gesucht, sondern auch einmal direkt einen Teil meine Zielgruppe einbezogen und dort wunderbares Feedback bekommen, denn es besteht tatsächlich Interesse an dem, was ich da monatelang zusammengeschrieben habe. Das freut mich unheimlich.

Ich habe jetzt eine stattliche Gruppe von Vorablesern, unter denen auch einige Blogger sind – natürlich ist es von Vorteil, wenn man ohnehin mit den Bloggern in Kontakt steht, aber ich bin überzeugt, dass ihr sie auch einfach mal so ansprechen könnt.

Für mich heißt das nun, dass ich einen harten Abgabezeitpunkt habe, denn die Vorabversion soll genau die sein, die auch Amazon von mir bekommt. (Sollte irgendwer noch Fehler finden, würde ich die natürlich noch einmal korrigieren – sich dagegen zu sperren wäre ziemlich daneben)

Das eBook wird demnächst (konkreter: in wenigen Tagen) also schon vorbestellbar sein – für mich eine Premiere. Ich mache das aus mehrerlei Gründen, auf die ich demnächst in einem gesonderten Post eingehen werde. Hoffentlich kann ich bis dahin auch schon erste Ergebnisse des Versuchs mitteilen…

Das Cover hat auch einen „Veröffentlichungstermin“, zu dem ich mich mit ein paar Bloggern verabredet habe – das wird auch ein erstes Mal und ich freue mich so arg über diese Unterstützung! Das sprengt mir das Herz. Seit Samstag suche ich erst nach dieser Art von Unterstützern und seitdem habe ich ein fettes Grinsen im Gesicht, weil es einfach mega gut tut, dass sich Leute für das interessieren, was ich mache!

Eins meiner Learnings daraus ist aber – beim nächsten Buch den VÖ Termin nach hinten zu schieben, damit ich mehr Zeit habe, all diese schönen Sachen mit Bloggern und Lesern zu planen und zu genießen, denn im Moment bin ich ganz schön unter Stress. Diesen Stress könnte ich mir sparen, wenn ich alles ein wenig entzerre. Und wer weiß, wie viel Unterstützung noch möglich gewesen wäre?! Aber mit dem, was ich habe bin ich absolut an der Obergrenze dessen, was ich irgendwie managen kann (und das auch nur, weil ich aktuell nicht meinem Brotjob nachgehe).

Ich will absolut nicht jammern, dieser Stress ist auch extrem belebend und feuert mich noch mehr an, mein Bestes zu geben. Aber natürlich kommt da auch die Angst wieder hoch. Was ist wenn…

…wenn es einem Vorableser nicht gefällt?
…wenn es einem späteren Leser nicht gefällt?
…wenn es jemandem gefällt?

Plötzlich ist alles ziemlich beängstigend. Aber diese Angst muss ich überwinden und ich glaube, es geht mir da längst nicht alleine so.

Jede Form der Offenbarung ist mit Ängsten verbunden, denn so sehr man sich auch darauf vorbereitet, es ist immer noch jeder Ausgang möglich. Es wird auch immer jemanden geben, dem nicht gefällt, was du sagst oder tust. Ob es nun eine Liebeserklärung ist, das Eingeständnis homosexuell zu sein, das Eingeständnis eine Krankheit zu haben… oder ganz einfach das Buch, den Blogbeitrag oder die Meinung, die du geschrieben hast.

Behalte im Kopf – so wie ich es auch versuche – dass es immer positiv ist, sich zu trauen. Das Feedback wird überwiegend positiv sein. Auch das ist wichtig, selbst wenn es negative Stimmen gibt.

Ich korrigiere jetzt die letzten Seiten des Buches und lasse dann noch mal wesentliche Elemente der Stilanalyse von Papyrus ihre Magie wirken. Morgen gibt es dann das Cover… und vielleicht schon am Wochenende das Buch zum vorbestellen…