Über die Einteilung knapper Ressourcen und meine Ziele für 2018

Zunächst erstmal: Einen schönen ersten Advent.

Die Weihnachtszeit hat sich angeschlichen und mich heute komplett erwischt. Um fünf war ich heute früh mit dem Welpen draußen und alles war normal. Als ich dann aber gegen halb acht ein weiteres Mal aufstand, war die Welt außerhalb meiner vier Wände weiß und dicke Flocken rieselten vom Himmel. Herrlich!

Seit heute früh brennt der Ofen und die Hunde haben so viel Spaß im Schnee, dass es eine Freude ist, ihnen zuzuschauen. So muss Vorweihnachtszeit aussehen. Schnee, Sonntag, Feuer!

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Nun aber zu meinem heutigen Thema:

Knappe Ressourcen, was soll das sein?

Die meisten Menschen werden vermutlich hier sofort an Zeit oder Geld denken. Natürlich sind das Ressourcen, die jeden von uns in gewisser Weise limitieren.


Am meisten hapert es bei vielen wohl an der Zeit. Neben dem Brotjob, der Familie und ggf. anderen Hobbies ist die Zeit zum Schreiben für Viele knapp. Der Faktor Geld wird bei Coverdesign, Lektorat und Co. zu einem echten Problem, denn man sagt nicht umsonst Qualität habe ihren Preis. Zumindest bei Coverdesignern ist jedoch glücklicherweise ein Markt vorhanden, der dir ein tolles Cover zu wirklich kleinem Geld verschaffen kann. Je nach Genre ist ein beeindruckendes Cover ein Muss. Gerade im Bereich Fantasy und Jugendbuch ist es aus meiner Sicht ein Must Have – aber auch genau da, dank großartiger Premades absolut erschwinglich. Das Lektorat allerdings hat je nach Umfang des Buches preislich andere Dimensionen.

Neben Zeit und Geld gibt es jedoch auch andere Ressourcen, deren Knappheit das Schreiben an den eigenen Herzensprojekten zu einer echten Herausforderung machen können.

Bei mir ist die limitierende Größe aktuell die körperliche Fitness. Man sollte nicht glauben, dass man zum Schreiben körperliche Fitness benötigt, aber so ist es zumindest bei mir. Sitzen kann ich, wie ich wohl schon mal erwähnt haben müsste, seit einiger Zeit sehr schlecht. Ich schaffe über den Tag verteilt vielleicht 3 – 4 Stunden in sitzender Position. Jetzt wäre es toll, wenn ich in der Zeit schreiben könnte. Kann ich aber nicht, denn auch das Fahren zum Arzt, zum Einkaufen oder sonst wohin ist Zeit, die ich im Sitzen verbringe und geht von meinen 3 – 4 Stunden ab. Essen versuche ich auch im Sitzen einzunehmen, denn im Liegen mache ich eine echte Schweinerei dabei… 😀

Das heißt im Sitzen schreiben fällt für mich so ziemlich aus. Im Liegen schreiben ist schwierig, weil ich nicht weiß, wohin mit dem Schreibgerät, denn ich kann ja weder auf dem Bauch liegen noch den Laptop auf dem Bauch balancieren.

Folglich habe ich wirklich nur wenig Gelegenheit zum Schreiben. In der Badewanne geht es für eine Zeit im Liegen, weil ich dieses tolle Badebrett habe, auf dem ich den Laptop abstellen kann, ohne dass er meinen Bauch belastet. Doch auch dort verbringe ich nicht mehrere Stunden am Tag – also entweder schaffe ich einen Blogpost oder 500 – 1.000 Wörter im Krimi.

Neulich hate jemand bei Facebook die Idee eines Stehpultes. Gar nicht mal schlecht in der Theorie. In der Praxis habe ich so eine Arbeitsmöglichkeit leider nicht, aber hätte ich gewusst, was auf mich zu kommt, hätte ich mir vor einigen Wochen vielleicht tatsächlich diesen Luxus gegönnt. Nun ist es nicht mehr lange und es würde sich wohl kaum noch lohnen. Außerdem weiß ich nicht, ob ich gut längere Zeit stehen kann.


Limitiert und dennoch produktiv!

Trotzdem habe ich es geschafft, in der vergangenen Woche mal wieder ein paar Blogbeiträge zu tippen und in meinem Krimi rund 2.500 Wörter zu schreiben, worauf ich in Anbetracht meiner Möglichkeiten derzeit wirklich stolz bin. Zwei weitere Szenen sind im Kasten und ich hatte überhaupt keine Schwierigkeiten, in meine Geschichte zurückzufinden, vor meinem inneren Auge und in meinem Szenenplan sind die Dinge einfach so klar – es ist herrlich!

Was ich eigentlich für den Herbst auf meiner ToDo-Liste hatte und für den Blog nutzen wollte, ist eine Art Moodboard für meine Geschichte. Das würde mich in meiner Visualisierung wahrscheinlich noch viel stärker in die Welt meiner Geschichte binden und meinen Schreibfortschritt auch deutlich erhöhen. Ich hatte für den NaNo-Artikel, den ich dann leider nicht mehr rechtzeitig fertig bekommen habe, schon ganz viele tolle Sachen darüber gesammelt, wie man ein solches Board gestalten kann… Aber der nächste NaNo kommt bestimmt und mit etwas Glück bin ich dann auch noch in Elternzeit und kann mich gebührend um den Blog kümmern. Natürlich werde ich das Moodboard dann vorziehen und im NaNo-Beitrag für 2018 nur noch darauf verlinken 😉


Hast du dir schon überlegt, was du dir im nächsten Jahr für Ziele setzt?

Für mich ist dieses Jahr schon fast rum. Bald kommt das Baby und dann bin ich eine unbestimmte Zeit lang mal nur mit mir selbst und der Familie beschäftigt. Vermutlich ganz ohne Facebook und vermutlich auch ohne meine Protagonisten…

Meine gesetzten Ziele für dieses Jahr habe ich nicht vollständig erreicht, aber das ist nicht schlimm. Ich habe immerhin mein erstes Buch veröffentlicht und das Schreiben trotzdem nicht aufgegeben. Die zweite geplante Veröffentlichung habe ich zurückgestellt, weil ich mit dem Buch einerseits nicht so ganz zufrieden war und andererseits nicht sicher bin, ob ich dieses Genre überhaupt bedienen möchte. Geschrieben ist das Buch. Die Überarbeitung würde einige Zeit dauern und diese Zeit verwende ich nun lieber auf meine Krimireihe. Diese liegt mir nämlich total am Herzen und sie möchte so gern erzählt und gelesen werden, dass ich mich ihr nicht in den Weg stellen werde.

Zudem habe ich in diesem Jahr eine Serie begonnen, die mir auch total viel Spaß macht, an der ich aber nicht parallel zu den Krimis arbeiten kann. Glücklicherweise habe ich von Anfang an festgelegt, dass aus der Serie nichts veröffentlicht wird, bis nicht der Hauptteil der Geschichte fertig geschrieben ist. So wartet also kein Leser auf einen Folgeband, der sich immer weiter nach hinten verschiebt. Die ersten beiden Bände (je ca. 28.000 Wörter) sind geschrieben und die nächsten detailliert in Szenenplänen festgehalten, so dass es hoffentlich einfach sein wird, wieder zurückzufinden.

Ich habe viele Dinge begonnen, die ich zum letzten Jahreswechsel nicht mal ansatzweise auf dem Schirm hatte (oder nicht in der Tragweite) und die ich heute nicht mehr missen möchte. Dazu zählen das Coverdesigner-Angebot auf dem Blog und die Bloggervorstellungen genauso wie mein Jobwechsel, der zweite Hund und natürlich die Schwangerschaft.

Was 2018 bringen wird, kann ich natürlich nur raten und mir für alle Eventualitäten im Bereich meiner Vorstellungskraft etwas überlegen. Am wahrscheinlichsten erscheint mir, dass ich mindestens 9 Monate von 2018 in Elternzeit verbringen werde. Das bedeutet voraussichtlich, ich bin zuhause und habe dennoch keine Freizeit. Bei manchen Mamis klappt das Schreiben in dieser Zeit, bei manchen nicht. Das kommt natürlich nicht zuletzt auf das Zusammenspiel von Baby und Mama an. Wenn es gut läuft, schläft das Baby viel und ist glücklich. Wenn es nicht so gut läuft, braucht es besonders viel Zuwendung.

Für das nächste Jahr setze ich mir meine Ziele daher niedriger als für 2017. Ich möchte mindestens ein weiteres Buch (Band 1 der Krimireihe) herausbringen und würde gern im Herbst 2018 (wenn das Baby es irgendwie möglich macht) die BuchBerlin mit einem eigenen Stand (sehr gern mit Kollegen) besuchen. Dafür möchte ich natürlich den Krimi als echtes Printbuch präsentieren. Daneben würde ich mich freuen, wenn ich im kommenden Jahr monatlich mindestens 20.000 Wörter schreiben kann. Das ist zunächst nicht viel, aber insgesamt wären es dennoch 240.000 Wörter im Jahr und damit ca. 3 Krimis. Hierfür möchte ich meine Fortschritte regelmäßig dokumentieren und könnte mir eine Art Monatsstatistik auf dem Blog vorstellen. Das ist zunächst jedoch nur eine fixe Idee.

Allgemein würde ich das Jahr 2018 gerne möglichst stressfrei verbringen und mich viel um mich selbst kümmern. Dafür hatte ich in den vergangenen Jahren nur wenig Raum, weil Beruf, Umzug und viele andere Dinge immer Vorrang vor mir selbst und meinen Bedürfnissen hatten. 2018 soll also im Wesentlichen mein Jahr für mich selbst und die Menschen in meiner engsten Umgebung werden.


Und bei dir so?

Viele meiner Leser habe ich 2017 beobachtet. Auch bei denen hat sich in diesem Jahr einiges getan. Es wurden Jobs gewechselt, Bücher veröffentlicht, Messen besucht, neue Wege eingeschlagen, neue Orte besucht und und und…

Ich hoffe, dass auch du bis jetzt ein Jahr voller Erlebnisse hinter dir hast und zumindest einen Teil deiner Pläne umsetzen konntest.

Ich bin total gespannt darauf, was du 2018 vor hast. Also verrate es mir gern in den Kommentaren!

 

Ein Gedanke zu “Über die Einteilung knapper Ressourcen und meine Ziele für 2018

  1. gann uma schreibt:

    Es gibt Tische, die man so schwenken kann, dass sie über dem Bauch schweben. Oder Frühstückstabletts zum klappen, die man im Bett benutzen kann.
    Hast du schon mal an ein Diktiergerät gedacht?

    LG
    gann

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