[Gastbeitrag] Erin fragt… Autor David Pawn

Herzlich willkommen zur zweiten Staffel Erin fragt… Die Interview-Reihe

Heute starten wir mit etwas Besonderem. Mit etwas, das es hier noch nie gab. Ein Gastbeitrag – ein Gastinterview, wenn man so will. Ich gebe mein Mikrofon aus der Hand und reiche es Mika Krüger, die uns im Rahmen der David Pawn-Mega-Woche gerne den Autor David Pawn vorstellen möchte.

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David Pawn hat bereits mehr Bücher veröffentlicht, als ich hier aufzählen möchte, denn du sollst dich ja auch das Interview konzentrieren. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle aber die Zaubertränke-Reihe, die die Welt von Harry Potter nach Deutschland holt, wenn man den Rezensenten glauben mag. Natürlich ist David Pawn nicht der echte Name unseres Gastes, aber das soll uns nicht stören. Hier findest du alle seine Bücher bei Amazon – ich musste übrigens den ersten Teil der Zaubertränke-Reihe kaufen, weil ich neugierig und er gerade im Angebot war.

Ich übergebe jetzt das Ruder (warte, eben war es noch ein Mikrofon, naja, Anschlussfehler passieren im Fernsehen schließlich auch) an Mika M. Krüger.

Mika: Wer bist du, was machst du und was schreibst du so?

Ich bin ein deutscher Autor und schreibe unter Pseudonym. Ich bin mittlerweile 55, lebe in Dresden und arbeite 120 Kilometer entfernt in Leipzig als Software-Entwickler. Jeden Tag fahre ich über eine Stunde mit dem Zug zur Arbeit und abends genauso lang wieder heim. Während der Fahrt schreibe ich Geschichten auf. Ich schreibe Unterhaltungsliteratur, also Sachen, die Spaß machen sollen. Grusel, Fantasy, Western. Ich habe sogar eine recht romantische Geschichte geschrieben. Ich glaube, ich kann durchaus heiter schreiben, aber wenn es erforderlich ist, schockiere ich den Leser auch mit blutigen Details.

Mika: Was würdest du Lesern mit auf den Weg geben, die sich noch davor scheuen, das Buch eines unbekannten Autors zu lesen?

Ich glaube, ich würde fragen, wovor sie Angst haben. Jeder Autor ist einem unbekannt, bevor man eines seiner Bücher gelesen hat. Auch bei gehypten Stars kann es einem passieren, dass man mit deren Stil nicht klarkommt. Also, habt Mut, wagt euch in die unentdeckten Lande jenseits der Bestsellerlisten. Man findet dort Glimmer, aber auch Gold.

Mika: Was ist das Verrückte am Schreiben oder gibt es das überhaupt?

Ich weiß nicht. Ich finde es nicht verrückt. Aber bekanntlich wissen Irre ja nicht, dass ihr Kopf ihnen Streiche spielt.

Mika: Welches Projekt planst du als nächstes? Vielleicht verrätst du uns ja schon ein bisschen was darüber?

Noch hoffe ich, meinen Vampirthriller an einen Verlag zu bringen. Wenn das nicht klappt, ist das mein nächster SP-Versuch. Danach kommt dann der achte Band der Zaubertränke-Reihe, mit dem ich auf die Zielgerade einbiege. Und dann habe ich einen Aether-Western geplant. Das ist eine Verknüpfung des Western-Settings mit einer Steampunk-Welt, die ziemlich viele Leser hier in Deutschland hat. Aber das ist ferne Zukunftsmusik, da existieren zurzeit gerade fünf Seiten Text.

Mika: Wer ist dein persönlicher Idealleser?

Äh … Keine Ahnung. Er mag meine Bücher?

Mika: Du hast ja eine große Bandbreite an Büchern veröffentlicht. Die Fantasy-Reihe „Zaubertränke“ oder auch das heftige Buch Joslyn Myers. War das schon immer dein Stil oder hat sich das ganz anders entwickelt?

Ich denke mein Stil hat sich über viele Jahre entwickelt. Ich komme von der „heftigen“ Seite. Ich habe, wie das viele Schreiberlinge anfangs tun, verschiedene Stile zu kopieren versucht. Erst Poe, später King. Das ist natürlich nicht möglich. Aber so habe ich im Laufe der Jahre meinen Stil gefunden. Pratchett dürfte mich auch beeinflusst haben. Meine Güte, diese Namen. Also ich meine, ich sehe da eben die Autoren, die mich begeistert und dadurch geprägt haben.

Mika: Harry Potter oder Faust, was ist das bessere Buch?

(Ich weiß, das ist unfair)

Das ist schwer zu beantworten, weil es Bücher völlig verschiedener Zeiten sind. Und Faust ist ein Theaterstück, man sollte den also eher mit dem Stück über Harrys Sohn vergleichen. Aber dessen ungeachtet haben beide Autoren verstanden, dass eine spannende Handlung, die den Leser oder Zuschauer fesselt, ungeachtet aller künstlerischer Ansprüche, das wichtigste ist. Faust enthält Gags wie die Szenen in Auerbachs Keller und Grusel wie die Blockberg-Szenen. Man darf sich die Unterhaltung nur nicht durch hochtrabende Erklärungen verderben lassen. Natürlich bin ich Fan von Harry Potter, aber immerhin fliegen im Faust auch Hexen auf den Brocken und rezitieren das Hexeneinmaleins.

Mika: Welche Leserreaktion hat dich persönlich am meisten bewegt?

Da kam jemand extra auf eine Buchmesse in Dresden, hat Eintrittsgeld bezahlt und im Grunde nur, um meine Bücher zu kaufen. Da war ich einfach baff.

Mika: Welcher Moment in deiner Autorenkarriere, motiviert dich weiterzuschreiben? Als Autor hat man es mit Zweifeln ja oft nicht so leicht.

Immer wenn Leser mir sagen oder schreiben, wie gut ihnen etwas aus meiner Feder gefallen hat, treibt mich das endgültig an. Natürlich sind da auch einfach die Ideen in meinem Kopf, die herauswollen.

Mika: Und zum Schluss: Wenn es eine Sache gibt, die Autoren nicht machen dürfen, was wäre das?

Den Leser langweilen.

Hier wieder Erin: Ich bedanke mich bei meinen beiden Gästen und hoffe, dass ihr alle (Mika, David und Leser/in) Spaß hattet.

Die anderen Interviews dieser Reihe findest du hier:

Erin fragt… Die Interviewreihe

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