Erin fragt… Autorin Silke Labudda

71btkcq-tl-_ux250_Die Autorin Silke Labudda schreibt und veröffentlicht seit 2015 Kurzgeschichten und kurze Romane über Themen, die andere lieber meiden. Dabei bewegt sie sich in den Genren Drama und Thriller. Ihr neuster Streich ist das Kurzdrama „Bis Donnerstag„.

Sie möchte ihre Werke im Vordergrund stehen lassen und gibt deshalb nur wenig über ihre Person preis. Allerdings ist Silke Labudda ihr echter Name und sie wurde 1978 in Hannover geboren (damit verrate ich nicht zu viel, aber gerade genug, damit du eine Idee hast)

Bitte fasse deine bisherigen Veröffentlichungen in jeweils einem Satz zusammen.

Oje, schwere Frage, aber mal sehen:

  • Tabu – An einem schönen Frühlingstag: Manchmal sind diejenigen die schlimmsten Verbrecher, von denen wir es nicht erwarten würden.
  • Rollentausch: Die Story zeigt, wozu Menschen fähig sein können, wenn sie in die richtige (oder falsche) Gesellschaft und dazu passende Umstände geraten.
  • Nummer Siebzehn: Bei einem Verbrechen zuzusehen ist eine Sache, selbst zum Verbrecher zu werden eine ganz andere…
  • Your biggest fan – A love story?: Schauspieler, Musiker und Co. haben manchmal schon recht, wenn sie sich vor ihren Fans schützen, denn man weiß nie, was die so im Schilde führen…
  • Bis Donnerstag: Wenn einem das eigene Leben nichts mehr bedeutet, trifft man manchmal Entscheidungen, die für Außenstehende schwer nachzuvollziehen sind.

Wie würdest du dein bisheriges schriftstellerisches Werk beschreiben? 

Eine Mischung aus Licht und Schatten und den vielen Grautönen, die es dazwischen im menschlichen Leben und der menschlichen Psyche gibt.

Woher kommt dein Bezug zu den Abgründen der menschlichen Psyche? 

Darauf habe ich ehrlich gesagt gar keine zufrieden stellende Antwort. Ich weiß es nicht; diese Themen haben mich schon immer interessiert. Vielleicht versuche ich damit, mich selbst zu therapieren oder die Welt besser zu verstehen, aber das klingt schon wieder klischeehaft…

Was inspiriert dich? 

Eigentlich alles – das kann eine Filmszene sein, eine Zeile in einem Lied, ein Moment auf einer dunklen Straße auf dem Nachhauseweg,… Manchmal geht mir im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf, und ich weiß gar nicht, wo die Idee gerade hergekommen ist. Aber ich denke, es ist wichtig, mit offenen Augen und Ohren durchs Leben zu gehen; man weiß ja nie, wo die nächste Inspiration lauert.

Für wen schreibst du? 

Für mich selbst. Schreiben ist mir ein Bedürfnis und zuerst einmal unabhängig von Themen wie Veröffentlichungen, Lesern und so weiter. Ich schreibe auch oftmals Stories, die nur für mich selbst gedacht sind. Erst später, wenn eine Geschichte fast oder ganz fertig ist, entscheide ich, ob ich sie veröffentlichen will oder nicht. Natürlich freue ich mich dann über Leser und positives Feedback; ich würde aber durchaus auch schreiben, wenn niemand meine Bücher lesen würde.

Wie gehst du an deine Geschichten heran?

Ich muss sagen, ich bin ein eher chaotischer Mensch und Autor; ich mache mir weder lange Gedanken um Plots oder Charaktere, sondern fange einfach an, wenn ich die passende Idee habe. Meist fängt alles mit einer Szene an, einem Dialog, einer Momentaufnahme. Der Rest entsteht drumherum und ganz von alleine. Fairerweise muss ich aber sagen, ich schreibe fast nur Kurzgeschichten oder kurze Romane, da ist die Plotentwicklung weitaus weniger komplex als bei einem 500-Seiten-Werk.

Wie ist das bisherige Feedback auf deine Arbeiten? 

Eigentlich habe ich bisher fast durchweg positives Feedback bekommen; die meisten Leser mögen meinen Stil und meine Art, zu erzählen, und auch der Inhalt kommt meist gut an. Ein oder zwei Leser hätten es lieber, wenn ich ein bisschen mehr erklären und weniger Interpretationsspielraum lassen würde – warum handelt diese Person so, was steckt dahinter, wie sieht die Lebensgeschichte der Person aus,….. Persönlich mag ich es aber lieber ein wenig offen und finde, man muss als Autor nicht alles im Detail erklären, es sei denn, die Geschichte macht sonst keinen Sinn.

Investierst du Geld in deine Publikationen oder versuchst du alles selbst zu machen? 

Ich habe vor einem knappen Jahr mit dem Selfpublishing angefangen und bin damit aktuell sehr zufrieden. So investiere ich sehr wenig Geld, außer natürlich in Werbung, Lektorate und so weiter. Aber auch da versuche ich, die Kosten gering zu halten und erst einmal zu sehen, wie effektiv diese Strategie auf Dauer ist. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Welches ist deine erfolgreichste Geschichte?

Das ist einmal mein Missbrauchsdrama „Tabu – An einem schönen Frühlingstag“ und einmal der zweite Teil meiner Thriller-Trilogie „Nummer Siebzehn.“

Du hast auch eine Geschichte auf englisch veröffentlicht. Hast du sie selbst übersetzt oder hast du dafür jemanden beauftragt? 

Weder noch; „Your biggest fan – A love story“ gibt es nur auf Englisch. Jede Story entscheidet sich für eine Sprache – soll heißen, für mich steht von Anfang an fest, ob sie Deutsch oder Englisch sein soll. Übersetzen habe ich mir ehrlich gesagt noch nie überlegt. In der Warteschleife (fertig, aber nicht überarbeitet/lektoriert) liegt aktuell auch noch ein englischsprachiger Kurzroman.

Liebe Silke, vielen Dank für das Interview. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Geschichten.

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Hier findest du die anderen Interviews dieser Reihe: Erin fragt… Die Interview-Reihe

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