Erin fragt… Autorin Tina Eugen

tina-eugenDie Autorin Tina Eugen lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern im südlichsten Bundesland Österreichs. Ihr Debütroman im Genre erotischer Liebesroman heißt Auftrag fürs Herz und ist im Juni 2016 erschienen. Sie nennt sich selbst Indie-Autorin und für sie sind Happy Ends ein absolutes Must-Have.

Schon ihr Debüt verzeichnete nach kurzer Zeit dreistellige Verkaufszahlen. Was sie dafür getan hat, verrät sie dir im Interview.

Wenn du darüber hinaus Informationen über Tina suchst oder bei neuen Büchern auf dem Laufenden bleiben möchtest, schau doch mal auf ihrer Homepage vorbei.

Was hat dich zum Schreiben gebracht?

Ich bin über mehrere Umstände zum Schreiben gekommen. Schon in der Schule zählte Deutsch zu meinem allerliebsten Fach, in welchem ich dann auch maturiert (Abituriert heißt das so in Deutschland??) habe. Lange Jahre danach, habe ich nichts gelesen und auch nichts geschrieben. Ich bin in den Beruf eingestiegen, habe meinen Mann kennengelernt und mittlerweile haben wir zwei gemeinsame Töchter im Alter von 8 und 10 Jahren. Im Jahr 2013 haben wir begonnen unser 50 Jahre altes Haus umzubauen. In dieser äußerst stressigen Phase meines Lebens, suchte ich nach einem Ausgleich. Da habe ich dann plötzlich wieder angefangen zu lesen. Zuvor konnte ich abends im Bett nicht mal eine Zeitung durchblättern, ohne dass sie mir nach 2 Minuten auf den Kopf gefallen wäre (lach ). FSOG war dann die Reihe die mich in diese wundervolle Welt zurückgebracht hat. Von da an habe ich sehr viele Bücher verschlungen und ich bin auch heute eine süchtige Leseratte ohne Aussicht auf Heilung. Mein besonderes Faible gilt erotischen Liebesromanen, in welchem Genre ich auch schreibe.

Mir schwirrte eine Geschichte im Kopf herum und am Anfang wusste ich nicht, was ich damit machen sollte. Ich hab es meinem Mann erzählt und dieser meinte, ich solle sie niederschreiben. Gesagt – getan. Jedoch nie mit der Absicht, diese jemals zu veröffentlichen. Ich wollte es nur für mich selbst machen. Irgendwann wurde die Geschichte immer größer und umfangreicher und da konnte ich und wollte ich diese in keiner Schublade oder besser gesagt auf einer Festplatte verschwinden lassen. Dann hab ich all meinen Mut beim Ärmel gepackt und veröffentlicht.

Auftrag.jpgWie fühlst du dich als Selfpublisherin?

Ich möchte nichts anderes sein. Ich treffe gerne meine Entscheidungen (Cover, Titel, Lektorat) selbst und ich bin stolz, dass mir das bei meinem Debütroman so gut gelungen ist.

War ein Verlag je ein Thema für dich?

Nein, ich hatte Angst davor mein Werk an zahlreiche Verlage schicken zu müssen, in der Ungewissheit jemals eine Antwort zu bekommen. Ungeduld ist eine nicht unbedingt positive Tugend von mir 😉

Was hast du gemacht, damit sich dein Buch so gut verkauft?

Hihi – eine gute Frage. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung (Scherz) Nein, doch – ich habe mein Buch zu 90% über Facebook beworben. Sehr viele Blogger und Buchseitenbetreiber haben sich bereit erklärt, mein Buch vorzustellen und dafür bin ich jedem Einzelnen heute noch von Herzen dankbar.

Welche Dienstleistungen hast du für deinen ersten Roman in Anspruch genommen?

Im Vorfeld ein professionelles Schreibcoaching, eine Cover-Designerin und zum Schluss eine Lektorin.

Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass man über Geld im Selfpublishing-Bereich kaum spricht. Hast du eine Idee, warum das so ist und wie stehst du dazu?

Ich selbst habe keine Vorbehalte offen darüber zu sprechen, ob ich was verdient habe, oder nicht. Ich nehme jedoch an, dass über Geld in unserer Branche kaum offen gesprochen wird, weil viele es einfach nicht an die große Glocke hängen wollen, ob sie was verdienen oder nicht. Kaum jemand gibt gerne offen zu, dass ihm sein Geld reicht, denn wann reicht es schon? Wenn man die Miete bezahlen kann? Jeden Tag genug Essen auf dem Teller hat? Wenn man sich einmal im Jahr einen Urlaub gönnen kann? Ich glaube, es liegt in der Natur des Menschen, dass er immer nach mehr strebt. Ob er es dann schafft oder nicht, ist eine andere Geschichte.

Und bei den Lektoren oder Korrektoren stehen oftmals keine Preise, da diese ihre Arbeit oftmals nach zu erwartenden Aufwand berechnen. Viele verlangen ein Probekapitel und erstellen daraufhin ein Angebot. Coverdesigner haben es da einfacher, wobei auch da der Preis abhängig vom Aufwand berechnet wird. Vielleicht spricht deshalb auch kaum jemand über Geld, weil man es einfach nicht pauschal festlegen kann.

Wie hast du das finanziert?

Alles aus meinen Ersparnissen, die jetzt leider vollkommen aufgebraucht sind 😉

Hast du das Geld denn mittlerweile über die Verkäufe wieder reinbekommen oder ist dieses Buch immer noch ein Zuschussgeschäft für dich?

Jein – ich bin mit dem Erlös von Auftrag fürs Herz wirklich sehr zufrieden. Für mich war es von Anfang an klar, dass ich nur ein Buch auf den Markt bringe, dass auch wirklich den Weg durch ein professionelles Korrektorat bzw. Lektorat gegangen ist. Und dafür muss man natürlich einiges an Geld in die Hand nehmen. Die Kosten dafür habe ich aber gut hereingebracht und auch ein bisschen was dabei verdient. Diesen Überschuss habe ich jetzt aber bereits in die Entstehung meines 2. Romans gesteckt und auch da natürlich wieder kräftig in den Ersparnissen wühlen müssen. Ich habe mir eine Webseite machen lassen, einen weiteren Kurs in Sachen Schreibcoaching für die Handlung und den Aufbau meines Folgeprojektes gemacht und Cover und Lektorat sind Kosten, die noch auf mich zukommen werden.
Jedes Business hat mal klein anfangen müssen und da ich da ja noch ganz am Anfang stehe, lassen sich diese Vorabinvestitionen nicht vermeiden. Aber ich mache das gerne, weil es mein Selbstbewusstsein enorm stärkt, dass ich es ganz allein bin, die dieses Projekt auf die Beine gestellt hat.

Hat dich der Erfolg deines ersten Buches überrascht?

Oh Ja! Der Moment als ich die erste Abrechnung gesehen habe, war wohl der schönste Moment in diesem Jahr. Vor Überraschung und Freude bin ich fast an die Decke gegangen und dann natürlich meinem Mann um den Hals gefallen.

Was erwartet deine Leser bei deinem zweiten Roman? Bleibst du dem Genre Erotischer Liebesroman treu?

 Ja, ich bleibe meinem Genre mit Sicherheit treu. Mein 2. Roman wird eine Spin-Off- Geschichte meines Debüts sein. Ich selbst lese gerne Bücher mit wiederkehrenden Charakteren und aus diesem Grund, habe ich diese Variante auch für mein Folgewerk entschieden. Die Geschichte wird, wie auch die erste, hauptsächlich in Österreich am schönen Wörthersee spielen.

Könntest du dir vorstellen, auch mal ein anderes Genre zu erkunden? 

Nein, ich bin mit Liebesromanen absolut glücklich. Mein Sternzeichen ist ja die Waage und deswegen spielt Harmonie und Ausgeglichenheit eine sehr große Rolle in meinem Leben.

Welches Geheimnis kannst du meinen schreibenden Lesern für die Ansprache von Buchbloggern und Buchseitenbetreibern mitgeben?

Tja, meine Mama hat immer zu mir gesagt: „So wie du in den Wald hineinrufst, so kommt es auch zurück“. Das ist ein Motto, dass ich mir von Kindesbeinen an zu Herzen genommen habe. Buchblogger sind auch Menschen wie du und ich und leisten einen ganz wundervollen Job für uns Autoren. Und das meistens auch nur in ihrer Freizeit.

Dazu kann ich auch ein wunderbares Interview von einer großartigen Bloggerin empfehlen, welches mir als Newcomerin ganz viele Fragen beantwortet hat:

WIR WOLLEN ALLE DASSELBE – ODER DOCH NICHT?!

Liebe Tina, vielen Dank für das spannende Interview. Ich wünsche dir noch ganz viel Erfolg!

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Hier findest du die anderen Interviews dieser Reihe: Erin fragt… Die Interview-Reihe

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