Erin fragt… Autorin Zarah Nolan

Meine heutige Interviewpartnerin ist Zarah Nolan, die als gebürtige Hamburgerin den Weg als Flugbegleiterin einschlug. Drei Jahre lebte sie in Kanada, bis sie der Liebe wegen nach Hamburg zurückkehrte und heute glücklich mit Freundin und Hund wieder in ihrer Heimatstadt lebt.

cover-manhattan-finalDem Leben über den Wolken hat sie den Rücken gekehrt, wenn sie nicht schreibt hilft sie in der Kneipe ihrer Freundin. Das Schreiben hat die begeisterte Leserin erst mit der Idee zu ihrem Buch Manhattan Love Dreams für sich entdeckt.

In Kürze erscheint ihre Weihnachtsgeschichte Manhattan Christmas Dreams und im neuen Jahr können wir uns über ihr nächstes Projekt freuen, das bei einem Verlag erscheinen wird.

Hier findest du aktuelle Infos zu Zarah und ihren Büchern Zarahs Buchwelt auf Facebook.

Wie lange hast du gebraucht, um Manhattan Love Dreams zu schreiben?

Zirka ein halbes Jahr. Die Idee entstand bei meinem letzten New York Besuch.

Ist dieser der erste Roman, den du geschrieben hast, oder liegen noch einige Manuskripte in deiner Schublade, mit denen du den Schritt an die Öffentlichkeit noch nicht gewagt hast?

Es ist der Erste, wobei ich bereits an zwei weiteren arbeite.

Zum einen an Claire: Das wird eine historische ( ab 1918 ) Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen. Es ist aber keine Romanze im klassischen Sinne, denn es kommt über die Jahrzehnte hinweg immer wieder zu Spannungen, Abenteuern und grausamen Verwicklungen. Der Roman wird wieder in New York spielen und die Mafia übernimmt eine nicht zu verachtende Rolle.

Das andere Buch wird wieder etwas leichtere Kost. Ahornsirup zum Frühstück erzählt die Geschichte einer deutschen Flugbegleiterin, die sich in einen Kanadier verliebt, nach Kanada auswandert und eigentlich den größten Fehler ihres Lebens begeht. Man könnte sagen, es ist schon recht biografisch ;).

Für weitere Ideen sind bereits Notizen vorhanden.

Wie recherchierst du zum Beispiel für das Mafia-Thema?

Ich hatte mir ein tolles Buch über die Geschichte New Yorks gekauft – vor der Idee zu Claire. Eigentlich sollte Claire eine einfache lesbische Liebesgeschichte werden, aber dann begann ich in dem Buch zu lesen. Die Aufzeichnungen über die Mafia und die Prohibition haben bei mir sofort Bilder ausgelöst, die ich unbedingt im meinem Roman verwenden wollte. Zeitgleich sehe ich mir alte Filme und Dokus an, um den Lebensstil aus den 20ziger Jahren so authentisch wie möglich darzustellen.

Du hast es geschafft, für Claire einen Verlag zu finden. Wie habt ihr zusammengefunden?

Es ist der Telegonos Verlag, bei dem auch meine Lektorin veröffentlicht. Sie hatte ihrem Verleger wohl von mir erzählt und diesem gefielen meine Textschnipsel auf Facebook so gut, dass er mich anschrieb, ob ich ihm nicht mal eine Leseprobe schicken möchte. Tja, scheinbar habe ich damit überzeugt, was mich natürlich wahnsinnig freut und womit ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Es wird für mich eine ganz neue Erfahrung sein, die ich gerne mitnehme. Es wird irgendwann im ersten Halbjahr 2017 erscheinen.

Wie gehst du mit deinem eigenen perfektionistischen Ansprüchen um? 

Für mein Debüt Manhattan Love Dreams läuft gerade eine Leserunde, weil ich einfach wissen will, wie der Roman bei der breiten Masse ankommt. 80% der Leserinnen hatten denselben Kritikpunkt, sodass ich den Roman noch einmal überarbeiten werde. Klar, ich könnte auch sagen, es ist mein Buch und ich schreib es so, wie ich will, aber ich möchte ja, dass es gemocht wird und es bringt mir am allerwenigsten, wenn ich nicht auf die Leser eingehe.

Erzähl doch ein bisschen über diese Leserunde. Wie läuft das ab?

Die Leserunde wird über eine spezielle Facebookgruppe erstellt. Die Admins posten den Klappentext, das Cover und den Verkaufslink und der Autor stellt dann Bücher zur Verfügung. In meinem Fall waren es E-Books.

Dann wird das Buch in Kapitel unterteilt und die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen. Ihre Meinungen, Kritiken oder auch, was ihnen besonders gut gefallen hat.

Ich habe viel dadurch gelernt und mich gefreut, wie gut das etwas andere Konzept des Romanes aufgenommen wurde. Die Geschichte beginnt ja mit der Trennung der Hauptprotagonisten und im Grunde erfährt man im ersten Kapitel schon sehr viel darüber, wohin die Reise geht. Doch es geht in der Hauptsache gar nicht um eine Lovestory im klassischen Sinne, eher darum, wie sehr sich Menschen verändern können, wenn sich ihr Leben verändert. Darüber wurde sehr ausführlich diskutiert und scheinbar kennt jeder so einen Menschen, der sich zum Negativen gewandelt hat.

Wenn alle Teilnehmer das Buch beendet haben, schreiben sie Rezis. Auf ihrem Blog, FB-Seite und/oder auf den Verkaufsportalen. Dies ist laut Gruppenregeln Pflicht. Ich nehme nur Positives aus dieser Erfahrung mit und würde es jeder Zeit wieder machen.

Meinst du, dass die Leseproben, die du aus deinen aktuellen Projekten postest, einen positiven Effekt auf deine Verkäufe haben oder in Zukunft haben werden?

Ja, ich denke schon. Bisher sind die Leseproben gut aufgenommen worden und
einige Leser haben sich daraufhin das Buch gekauft, weil sie neugierig waren.

Welche Formen von Marketing kannst du aus deiner eigenen Erfahrung empfehlen und was war eher unsinnig?

Also die Leseprobenaktion kam schon ganz gut an, des Weiteren habe ich mir einen Werbetrailer erstellen lassen, der auch ganz gut aufgenommen wurde, aber eher auf meiner Chronik, als in Buchgruppen. Ich konnte jetzt beobachten, dass sehr viele Autoren mit Trailern werben und ich denke, diese Werbestrategie wird bald auch überlaufen sein. Ansonsten poste ich zirka einmal die Woche meinen Roman in den entsprechenden Gruppen, mache Preisaktionen bei Amazon und alles weitere wird sich dann noch zeigen.

Auch dein Debüt hast du bereits auf illegalen Download-Portalen gefunden. Wie fühlst du dich dabei?

Ich finde solche Aktionen schäbig, aber wir leben im digitalen Zeitalter und mittlerweile wird ja alles illegal heruntergezogen. Ich bin ein bisschen sauer darüber, vertraue aber auf die Mehrheit der Leser, die sich die Bücher legal kaufen.

Was wirst du dagegen unternehmen?

Naja, wirklich viel kann man wohl nicht dagegen machen. Es sind ja auch etliche Verlagsbücher auf diesen Seiten und wenn es so einfach wäre, hätten sich schon viel mehr Autoren gewehrt.

Liebe Zarah, ich danke dir für das Interview und wünsche dir ganz viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!

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Hier findest du die anderen Interviews dieser Reihe: Erin fragt… Die Interview-Reihe

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