Erin fragt… Autorin Shanti M.C. Lunau

shanti-1

Shanti M.C. Lunau wurde 1994 geboren und schreibt schon seit ihrer Schulzeit. Ihr erster Roman „Armania – Auf der Suche nach dem Bernsteinblut“ ist im April 2015 im Buch Verlag Kempen erschienen.

Neben ihrer Schreibtätigkeit hat sie außerdem eine Vorliebe für Schauspielerei. Sie studiert zur Zeit Theaterwissenschaften und Germanistik. Außerdem interessiert sie sich für Fitness und Ernährungsthemen, weshalb ihr Blog auch für dieses Gebiet eine eigene Rubrik hat.

Sie sagt über sich selbst: „Ich bin vermutlich der einzige Mensch, der keine Schokolade mag und Ferien unsympatisch findet.“Auf ihrem Autorenblog findest du regelmäßig Neuigkeiten von ihr und sie wird dir dort sicher auch verraten, ab wann du ihr neues Buch kaufen kannst…

Beschreib doch bitte dein Buch einem bp19-armania-webpotenziellen Leser mit einem Satz.

Mein Buch in einem Satz. Lass mich kurz darüber nachdenken. Hmmm… okay:

Freundschaft ist das größte Glück, was einem wiederfahren kann und mit Freunden an der Seite ist kein Hindernis zu groß und keine Hoffnung zu klein.

Ich denke das trifft es ganz gut.

Wie lange hat es gedauert, bis du einen Verlag für dein Manuskript gefunden hast?  Hast du in Erwägung gezogen, es als Self-Publisher zu veröffentlichen?

Tatsächlich war es ziemlicher Zufall. Ich hatte das Buch schon eine Weile auf dem Rechner und immer wieder daran gearbeitet, um es zu verbessern. Dann habe ich in der Zeitung gelesen, dass ein Mädchen ein Buch herausgebracht hat, bei diesem Verlag. Daraufhin habe ich gesehen, dass eine Schreibwerkstatt angeboten wurde und ich habe mich dort angemeldet. Als ich erwähnt habe, dass ich ein fertiges Manuskript besitze, wollte der Leiter es lesen und hat mir kurz darauf einen Vertrag angeboten. Es hat also nicht sehr lange gedauert und für den Anfang war es auch sehr gut, weil ich jetzt mehr Erfahrung gesammelt habe und nun weiß, wie ich mich auch bei anderen Verlagen bewerben kann.

Als Selfpublisher wollte ich es aber nie herausbringen, weil mir wichtig war, das professionelle Leute lektorieren und mir Tipps geben, welche Szenen vielleicht noch besser werden können. Außerdem hätte ich niemanden für ein Cover gehabt und meine eigenen Versionen zeige ich besser keinem 🙂

Das Buch ist nur als Printversion erhältlich, warum gibt es kein eBook?

Ich habe das Buch als Hardcover herausgebracht, weil es ein Fantasy-Buch ist. Ich selber lese unheimlich gerne Fantasy und ich liebe Hardcover-Bücher. Als dann die Frage war, wie ich meines veröffentlichte, wollte ich es so machen, wie auch ich es am Liebsten lesen würde. Das gefällt doch bestimmt auch anderen und so ein Hardcover ist ja auch stabiler als ein Taschenbuch. Es gibt keine Leserillen. Das eBook gibt es nicht, weil mein Verlag das nicht anbietet. Da ich aber 100% der Rechte meines Buches besitze, werde ich das bald selber in Angriff nehmen. Allerdings dauert das noch ein wenig, weil ich mir das nötige Wissen noch aneignen möchte, damit es auch Spaß macht, es zu lesen und überall mit gelesen werden kann. Es wird also vermutlich noch ein eBook geben. Wenn es irgendwann mal zu einer neuen Auflage kommt, dann möchte ich es auch als Taschenbuch rausbringen und ein Hörbuch machen. Das wäre toll.

Du hast deinen Blog ziemlich pünktlich zum Erscheinen deines ersten Buches begonnen. Warum hast du angefangen zu bloggen?

Das hast du rausgefunden? Wie witzig. Also im Grunde wollte ich eigentlich eine Homepage, aber die sind oftmals mit sehr hohen Kosten verbunden, weshalb man mir zu einem Blog geraten hat. Ich habe mich dann mal umgeschaut und gemerkt, dass man mit einem Blog auch gut kommunizieren kann. Also kann ich näher an meine Leser herantreten. Etwas später habe ich das Ganze dann durch eine Facebookseite erweitert. Mein Rezensionsblog folgte, weil ich mich als Autorin immer über eine Rezension zu meinem Buch freue und dachte, dass es anderen Autoren und Autorinnen doch bestimmt genau so geht. Also habe ich angefangen meine Meinung zu Büchern öffentlich zu machen. Mitterweile baue ich mir auch eine Lifestyle-Rubrik auf.

Welchen Erfolg hast du mit deinen Lesungen?

Tja, die Lesungen sind so eine Sache. Mit Fantasy ist es als unbekannte Autorin leider recht schwer einen Ort zu finden, wo man lesen kann. Da es auch ein Jugendbuch ist, denken viele Veranstalter, dass es nicht lohnt, weil Jugendliche nicht zu Lesungen kommen. Aber auch Erwachsene lesen gerne solche Bücher und bei vielen Lesungen haben diese es im Anschluss gerne gekauft. Ich persönlich finde Lesungen toll. Ich lese sehr gerne laut vor und als angehende Schauspielerin ist es ja auch für mich interessant, den Textstellen Leben einzuhauchen. Ich habe auch bisher immer gutes Feedback bekommen und es wurde im Anschluss gerne gekauft. Ich würde gerne öfter lesen, es ist immer eine Erfahrung und man lernt auch für weitere Buchprojekte, was bei den Lesern ankommt und was nicht.

Hast du die Lesungen bislang eher selbst initiiert, musstest du dafür etwas investieren oder hast du sogar eine Art Honorar dafür bekommen?

Ja, ich habe alle Lesungen selber organisiert und mich mit den Veranstaltern darüber unterhalten, wie das Ganze abläuft. So wissen die auch, mit wem sie es zu tun haben und das finde ich wichtig. Selber zahlen musste ich noch nicht, aber das finde ich auch nicht gut. An einem Ort zu lesen ist ja Werbung für mich und den Ort gleichermaßen. Wenn es ein wenig Eintrittsgeld gab, dann wurde dies an den Veranstalter und auch zu kleinen Teilen an mich ausgezahlt und ich durfte die Bücher verkaufen. Für die letzen Lesungen habe ich ein Honorar bekommen. Kürzlich habe ich vor 30 Jugendlichen um die 14 Jahre gelesen, das war eine tolle Erfahrung.

Deine Recherchen für dein neues Projekt beinhalten Gespräche mit Experten, die du bis dahin noch nicht kanntest. Wie reagieren die Menschen auf deine Anfrage?

Das ist wirklich aufregend. Für mein erstes Buch musste ich nicht so viel Recherchieren, weil es Fantasy ist und auch aus einem ganz gewöhnlichen Alltag der Protagonistin spielt, wie ihn viele kennen. Mein derzeitiges Projekt ist da anders und ich fand es interessant, das mal auszuprobieren. Ich würde es jedem empfehlen. Ich habe einfach nach Orten gesucht, wo ich Antworten zu meinem Fragen finden könnte und Mails geschrieben, oder angerufen. Viele melden sich nicht, aber es kommt eben vor, dass die Leute auch interessiert sind, was ich denn für Fragen stelle. Die bisherigen Gespräche waren sehr aufschlussreich und hilfreich für mich und natürlich dürfen auch mir Fragen gestellt werden. Es ist ein viel besserer Austausch und vor allem kann man sich sicher sein, dass die Antworten stimmen, im Gegensatz zum Internet.

Was erwartet deine Leser bei deinem nächsten Buch?

Mein derzeitiges Projekt ist ein wenig anders, weil es kein Fantasy ist. Ich wollte es eigentlich nicht schreiben, aber plötzlich waren die Szenen und Ideen da, also habe ich es gemacht. Ich mag die Charaktere und ich bin neidisch auf meinem Protagonisten, was er erlebt. Zumindest die meiste Zeit.

Mein Protagonist erlebt eine interessante Europareise, die es sich lohnt zu verfolgen. Dort lernt er die verschiedensten Menschen kennen und findet zudem langsam sein altes, unbeschwertes und kindliches Ich wieder. Doch es gibt auch Momente der Wut, Trauer und Verzweiflung, die mir beim Schreiben oft den Atem raubten und das Gefühl gaben, jemand hätte mir bei lebendigem Leibe das Herz aus der Brust gerissen. Autorin zu sein ist ein tolles Gefühl, wenn man Figuren Leben einhaucht, aber hin und wieder wird man selbst von ihren Geschichten überrascht und dann kann es auch ganz schnell sehr weh tun. Ich kann sehr gemein zu meinen Figuren sein und es tut oft ziemlich weh, aber das gehört dazu.

Vielen Dank für das Interview!

blogbilder-001

Hier findest du die anderen Interviews dieser Reihe: Erin fragt… Die Interview-Reihe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s