Messebericht: 3. Buch Berlin

Am Samstag den 19.11.2016 bin ich nach Berlin aufgebrochen. Im Laufe der Woche packte es mich und ich beschloss, mir einen Zug zu buchen. Nach kurzer Absprache mit meinem Anhang buchte ich das Ticket, welches ich mit Zugbindung sagenhaft günstig bekam und darüberhinaus sollte der Zug mich auch in viel kürzerer Zeit nach Berlin bringen als es mir mit dem Auto möglich gewesen wäre.

Der Tag der Abfahrt brachte mir dann leider gleich eine schlechte Nachricht, denn weder bekam ich den Parkplatz am Bahnhof, den ich haben wollte, noch kam mein Zug. Der gebuchte Zug fiel aus. Ich durfte dann warten bis das Bahnpersonal seine Arbeit aufnahm. Dann ließ ich mir gleich die Zugbindung für Hin- und Rückfahrt aufheben – ein echter Glücksgriff, denn nun war ich trotz Sparpreis vollkommen flexibel in der Wahl meiner Züge.

Okay, der nächste Zug nach Berlin war dann extrem voll und ich konnte mir meinen Plan, im Zug entspannt mein NaNo-Tagesziel zu erreichen erstmal abschminken, den ich saß auf dem Boden im Eingangsbereich umzingelt von anderen Reisenden und deren Gepäck. Trotz der widrigen Umstände schaffte ich ein paar Wörter auf der Hinfahrt. Am Berliner Hauptbahnhof angekommen fand ich meinen Bus und sprang kurz vor der Abfahrt noch rein. 35 Minuten später kam ich vor dem Berliner Estrel an.

img_1989Ein bisschen Schmetterlinge hatte ich vor meiner ersten Buchmesse schon im Bauch, aber ich war ja keine Hauptattraktion sondern erstmal nur eine Besucherin ohne Namen. Natürlich hatte ich vor einige meiner Internet-Bekanntschaften zu treffen und mich selbstverständlich auch vorzustellen.

Erin bekam ein Gesicht!

Noch immer habe ich kein Foto von mir irgendwo in meinen Online-Profilen, was nicht daran liegt, dass ich anonym bleiben will, sondern nur meiner generellen Unzufriedenheit mit Fotos von mir selbst.

Wenn ich nun über die Messe laufe, trage ich auch ein Gesicht auf meinem Hals, das hatte ich auch an dem Tag dabei. Ein Gesicht, das niemand der Anwesenden kannte.

img_2002Ich sagte mit dem Gesicht „Hallo“ zu Mika M. Krüger, Shanti M.C. Lunau, Sandra Florean, Greg Walters und Veronika Serwotka. Letztere kennst du ja schon aus dem Interview von letzter Woche!

Interessiert beäugte ich die Stände von Verlagen und Self-Publishern. Unglaublich, was die Buchlandschaft so alles hervorbringt. Viele Angebote waren überhaupt nichts für mich, während andere Sachen mich kaum noch los ließen.

Bei einer Lesung war ich auch. Susanne Leuders hat aus Angels Fall gelesen. Sie hat viel zu der Geschichte erzählt und relativ wenig gelesen. Das fand ich interessant. Ansonsten habe ich noch nicht viele Erfahrungen mit Lesungen für potenzielle Käufer.

img_1991In den Stand vom Acabus Verlag bin ich fast hineingefallen, weil mich ein Cover ansah (ich schwöre, es hat zuerst geguckt!), das ich von zuhause kannte und es gleich seine drei Geschwister mitbrachte. Den ersten Teil von Chroniken von Chaos und Ordnung habe ich mir vor im Sommer 2014 bei einem Kurzurlaub in Graz gekauft, weil ich gerne aus dem Urlaub lokale Bücher mitbringe. (Ich spinne irgendwie ein bisschen!) Das Autorenpaar, welches als J.H. Praßl diese Reihe schreibt lebt eben in Graz, weshalb ich mich damals für genau dieses Buch entschied. Es gehört zu den vielen ungelesenen Büchern, die ich besitze. Aus dem Grund hatte ich mir eigentlich ein Bücherkaufverbot auferlegt… naja, dazu dann später mehr.

img_2004Erinnerst du dich noch, dass ich vor Wochen einmal den Aufruf des Lysandra Verlags geteilt habe, in dem Kurzgeschichten für die Stream Master Anthologie gesucht wurden? Ich kann dir sagen, sie haben ganz viele tolle Einsendungen bekommen, die meisten übrigens ganz pünktlich zum Abgabeschluss. Die Anthologie wird im nächsten Herbst erscheinen und für die eher visuell veranlagten Leser mit Fotos aus der Serie ausgestattet, aus der auch das Bild auf dem Foto links stammt.

img_2005Ich habe an dem Samstag zahlreiche Goodies gesammelt, die du auf den Fotos sehen kannst. Leseproben, Lesezeichen, Postkarten und Flyer. Mit einem Verlag habe ich nicht gesprochen. Ehrlich gesagt sehe ich mich immer noch nicht in der Lage, meine Projekte anständig vorzustellen, so dass ich mich bei einem Verlag noch nicht bewerben würde.

img_2003Allgemein bin ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt bei einem Verlag unterkommen will. Wenn dann müsste es entweder ein absolut professioneller oder sehr familiärer Verlag sein. Die ersten Sachen werde ich sicher ohne Verlag machen, damit ich später eine Chance auf einen anständigen Vertrag hätte, falls ich dann zu einem Verlag möchte.

Alles in allem war es ein schönes Erlebnis, die anderen Autoren kennenzulernen und mal eine kleine Messe zu erleben. Ich war am Ende ganz schön geschafft und auf der Rückfahrt echt müde, obwohl es noch gar nicht sonderlich spät war…

Leipzig und Frankfurt sind sicher ein ganz anderes Kaliber. Vielleicht werde ich die Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr mal ansteuern, aber sicher bin ich noch nicht.

Meine Einkäufe auf der 3. BuchBerlin

Die an dem Tag gekauften Bücher möchte ich in den nächsten Monaten hier und auf Amazon rezensieren, weil ich weiß, wie viel das den Autoren bedeutet. Heute möchte ich dir aber erstmal erzählen, warum ich die ausgewählten Bücher gekauft habe.

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Mika M. Krüger – Totenläufer: Silver Coin 203

Ich habe mich sofort nach meinem Eintreffen zu Mika M. Krüger durchgeschlagen, weil ich mit dem Vorsatz losgefahren bin, mir einen ihrer „Totenläufer“ zu sichern!
Den bekam ich auch, signiert natürlich. An dem Tag bin ich immer wieder bei der lieben Mika gelandet, weil wir uns so gut verstanden haben.

Den Totenläufer habe ich mir gekauft, weil ich das Marketing-Konzept der Autorin total klasse fand. Ursprünglich war ich an dem Buch nicht sonderlich interessiert, vor allem wahrscheinlich weil ich im Moment kaum zum Lesen komme. Mit jedem Post über „Red-Mon-Stadt“ wurde ich aber immer gespannter auf das Buch, bis ich mir sagte – „Du kaufst das jetzt!“

Ich habe bislang nur rund 25 Seiten gelesen, aber es gefällt mir gut. Der Einstieg fiel mir ein bisschen schwer, weil mir auf der Rückfahrt, die Augen immer wieder zufallen wollten – ich wollte aber lesen (du kennst das doch bestimmt!).

Farina de Waard – Zorn Das Vermächtnis der Wölfe (2)

img_1990Das Cover von Farina de Waards Zähmung sprang mir ins Auge. Ich war mir ziemlich sicher, dass es bei uns zuhause stand, aber gleichzeitig wusste ich auch, dass ich es nicht gekauft hatte. Ich habe schnell ein Foto gemacht und den Mann gefragt, ob er das Buch hat. Positive Antwort. Ich kaufte der Autorin also den zweiten Teil ab und ließ ihn für den Mann widmen.

Der freut sich nun, aber im Nachhinein musste ich erfahren, dass er von dem Buch nicht so recht überzeugt war und er meint, es wäre eher etwas für mich. Naja, auch egal – neuer Lesestoff für mich 😉

Nica Stevens – Verwandte Seelen

Hier gebe ich offen zu: Ich habe es wegen des tollen Covers gekauft. Am Drachenmond Stand (oh Mann, haben die schöne Bücher!) war ich völlig überfordert von dem Angebot der hübschesten Cover – ich glaube Texte sind auch in den Büchern. Die drei Teile von Verwandte Seelen gab es alle auch einzeln – da haben mich die Cover noch mehr überzeugt, aber wer kann schon zu einen Komplettband „nein“ sagen?

Ich hoffe, der Inhalt passt zum Cover. Ansonsten bin ich beim Drachenmond Verlag auch angefixt von der Geschenkbox. Schau unbedingt mal auf der Verlagsseite nach den Geschenkboxen, wenn du dich für die Bücher des Verlags interessierst!!!

Sandra Florean – Die Seelenspringerin: Abgründe

Sandra kenne ich jetzt seit wenigen Wochen und daher interessierte ich mich auch für ihre Bücher. Am Drachenmond-Stand wurde ich sehr kompetent beraten und entschied mich dann für „Die Seelenspringerin“ – ich wollte es aber mit Widmung und erfuhr erst bei meinem zweiten Besuch am Stand, dass Sandra auch einen eigenen Stand im ersten Raum hatte – da bin ich dann mal losgelaufen und endlich fand ich sie. Wir haben uns sehr nett unterhalten und ich bin sicher, wir werden uns in den nächsten Jahren auch mal wiedersehen. Ich bin gespannt auf ihr Buch!

Greg Walters – Die Geheimnisse der Alaburg

Über irgendeinen Blog bin ich vor einigen Wochen auf Greg Walters und seine Hündin Lenka aufmerksam geworden. Bei Facebook folge ich auch seiner Seite, weil ich ihn sympathisch finde und mich seine Jugend-Fantasy-Reihe interessiert. Als ich ihn auf der Messe traf, musste ich natürlich auch den ersten Teil der Reihe mitnehmen und habe auch gleich ein Interview mit ihm verabredet – mit unseren Hunden im Park 😉 Witterungsbedingt werden wir das aber frühestens im Frühling umsetzen. Bis dahin habe ich hoffentlich den ersten Teil seiner Reihe auch gelesen!

Anne Amalia Herbst – Nachtstimmen

Der erste Band der Banfhile-Chroniken – ein erotischer Fantasyroman. Eigentlich ja gar nicht so mein Beuteschema, aber irgendwas an dem Buch lässt mich seit Wochen nicht mehr los. Ich habe es schon auf der Webseite des Verlags gesehen und es war dort mein Favorit aus dem Programm. Nachdem ich mich sehr nett mit den lieben Vertreterinnen des Verlags unterhalten habe, bin ich erstmal mit den Leseproben abgezogen… Später musste ich es aber einfach kaufen.

Bernadette Olderdissen – Mord en Rose

Die Autorin schreibt eine Krimi-Reihe, von der jeder Teil an einem anderen Fleck der Welt spielt. Das finde ich klasse. Den ersten Teil musste ich daher gleich mitnehmen!

 

 

4 Gedanken zu “Messebericht: 3. Buch Berlin

  1. Alice deGrey schreibt:

    Sieht aus als hättest du viel Lesestoff und interessante Eindrücke mitgenommen! Weil ich das Thema aufgebracht habe (oder irre ich mich), was Verlage betrifft, geht es mir ehrlich gesagt ähnlich wie dir. Ich habe momentan kein Projekt, das ich ihnen vorstellen könnte, trotzdem frage ich gerne, ob prinzipiell Interesse an Einsendungen besteht. Bei einem (kleinen) Verlag, den ich auf der Buch Wien angesprochen habe, bekam ich dafür eine Visitenkarte, wo die Mailadresse der Redakteurin drauf stand! Einen Ansprechpartner zu haben ist sicher auch schon etwas wert.

    Aber du bist anscheinend mehr am Self-Publishing interessiert, oder? In der Richtung sehe ich mich eher weniger, weil ich bezüglich des Marketing-Aspekts unsicher bin.

    Jedenfalls … einige deiner Büchervorstellungen haben mich neugierig gemacht! Und vielleicht sieht man sich nächstes Jahr auf der LBM. 🙂

    Gefällt 1 Person

    • erinjsteen schreibt:

      Ja, du warst das mit der Frage nach dem Verlag. Das Marketing macht mir weniger Angst. Ich werde dafür einfach ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen. Mich interessiert das ganze Business und könnte mir vorstellen in meiner zweiten Lebenshälfte sogar einen eigenen Verlag zu gründen, wenn ich ausreichend Erfahrungen gesammelt habe. Die Selbstständigkeit hat mich schon immer total gereizt. Freut mich, wenn du was zu lesen findest 😉

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      • Alice deGrey schreibt:

        Das Business interessiert mich auch, aber eben aus Sicht der Verlage und deren Anteil am Buchmarkt. Das läuft wohl auf persönliche Vorliebe hinaus. 🙂 Gut, mein Interesse an Zusammenarbeit mit Verlagen ist auch teilweise durch Studium und Berufswunsch (literarisches Übersetzen) bedingt.

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