The Cat, the Books and the Music – wie Haruki Murakami zu Musik beim Schreiben steht

Der Videobeitrag dieser Woche ist nur ein kurzer Schnipsel, der mir dennoch Anlass gibt, ein wichtiges Thema anzusprechen:

Inspiration – woher kommt sie?

Murakami nennt drei Dinge, die ihm beim Schreiben helfen und die liest man seinen Büchern definitiv an. Er nennt, wie die Überschrift dieses Beitrags schon vermuten lässt, die Katze, die Bücher und die Musik.

Ich möchte nicht dem ganzen 1:20 min kurzen Beitrag niederschreiben, aber er sagt, dass ihn die Musik inspiriert, er sie aber nicht beim Schreiben hört, weil er sich konzentrieren will.

Haruki Murakami macht sich öffentlich ziemlich rar, man findet kaum Interviews von ihm. Vor Jahren habe ich daher auch schon das Buch gelesen, das sein englischer Übersetzer über ihn und seine Arbeit (Murakami und die Melodie des Lebens – Jay Rubin) geschrieben hat. Entgegen einiger Kritiken bei Amazon, fand ich es sehr aufschlussreich und habe viele Katzen und Musik darin gefunden. Es gibt kaum eine Geschichte von ihm, die ohne Katzen auskommt. Man denke nur an die Katzen in Kafka am Strand. Nun ist mir vor wenigen Tagen in der Buchhandlung meines Vertrauens ein neues Buch von ihm über sein Schreiben (Von Beruf Schriftsteller – Haruki Murakami) erschienen – ich stand schon damit an der Kasse, aber Verzögerungen, die mein Geduldsfaden nicht ertragen hat, ließen mich das Buch wieder sanft auf den Stapel der anderen Exemplare legen. Bei meinem nächsten Besuch dort, werde ich es ganz sicher mitnehmen – ich hoffe, dann wollen nicht so viele Leute Sparschweine in Geschenkpapier verpackt haben!

 

Habt ihr schon etwas von ihm gelesen? Wenn nicht, möchte ich es euch dringend ans Herz legen. Seine Geschichten sind großartig in der Einfachheit seiner Sprache, aber haben gleichzeitig auch eine unheimliche Tiefe. Er zählt definitiv zu meinen Vorbildern und seine Bücher zählen zu den Büchern, die mich inspirieren, zu schreiben.

Was mich inspiriert?

 

Was mich außerdem häufig inspiriert sind Nebenfiguren in Filmen – wie spannend wäre es, mal eine Geschichte über einen Mord aus der Sicht des Zeugen zu schreiben oder aus Sicht der Ehefrau des Getöteten? Oder handelt die Geschichte dann plötzlich nicht mehr wirklich von dem Mord? Ich sehe mich immer wieder damit konfrontiert, dass ich sowas sehr gern probieren möchte.

Musik inspiriert mich auch – häufig greife ich Stimmungen auf und baue mir Geschichten um eine Stimmung herum auf. Mein aktuelles Projekt zum Beispiel basiert von seiner Grundstimmung her auf dem aktuellen Album von Walking on Cars – allerdings habe ich mich in der Entwicklung der Geschichte zügig wieder von dieser Stimmung gelöst und wieviel am Ende davon noch übrig bleiben wird, ist fraglich. Nichts desto trotz habe ich die Geschichte aus dieser Stimmung entwickelt. Es war auf einem langen Spaziergang von der Arbeit nach Hause, ich hatte meinen Bus verpasst und begann zur nächsten Haltestelle zu gehen. Während die Ideen sprudelten ging ich einfach immer weiter. Irgendwann war ich da und wusste „Das musst du schreiben!„.

Aber auch ich mag die Musik beim Schreiben nicht so gern dabei haben, weil sie mich sonst zu sehr in eine bestimmte Richtung lenkt. Wenn ich aber an einer Stelle festhänge und nicht in die richtige Stimmung komme, helfe ich mit Musik gerne auch mal nach.

Jetzt bist du dran – was inspiriert dich?

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2 Gedanken zu “The Cat, the Books and the Music – wie Haruki Murakami zu Musik beim Schreiben steht

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