Wochenabschluss: Projektstatus KW 37/16

Mein Wochenrückblick fällt diese Woche anders aus als erwartet.
Ich hatte heimlich gehofft, ich könnte meine 10.000 Wörter-Woche noch übertreffen, weil es sich gar nicht schwierig angefühlt hatte. Leider war das in dieser Woche aber für mich unerreichbar.

Montag, Dienstag und Mittwoch haben jeweils nur ein paar 100 magere Wörter abgeworfen. Am Donnerstag hatte ich leider überhaupt keine freie Minute, aber das war eine absolute Ausnahme. Ansonsten schaffe ich mindestens den einen Absatz pro Tag, von dem ich dir in der letzten Woche erzählt habe. Nachdem ich am Wochenende etwas aufholen konnte, habe ich es auf eine Gesamtwortzahl von etwas mehr als 45.000 gebracht. Das ist zwar immer noch weit weg von meinem Wochenziel, aber ich bin dennoch froh, überhaupt wieder in den Fluss gefunden zu haben, nachdem die Woche mir wirklich viel abverlangt hat.

Wenn mein erster Entwurf fertig ist, verspreche ich, dir zu erzählen, worum es in meinem Buch gehen wird und welches Genre es bedient. Da ich mich bei diesem Projekt geweigert habe zu plotten, weiß ich auch vor dem Ende nur vage, wie es ausgehen wird…

 

Je weniger Output ich produziere, desto stärker nagt der Innere Kritiker an mir. Er scheint auf meiner Schulter zu sitzen und zu sagen „Du bist gerade so langsam, dass wir nicht viel verlieren, wenn du kurz mal 20 Seiten zurückblätterst… Ich merke doch, dass dir sowieso nichts weiter einfällt.“

Es ist ganz schön nervig, mit so einem Kollegen auf der Schulter zu arbeiten, sage ich dir. Du kennst das sicher auch. Dass der innere Kritiker nicht viel zu melden haben sollte, während du deinen ersten Entwurf schreibst, weißt du bestimmt schon. Was kann ich oder was kannst du also dagegen tun, dass er trotzdem seine Chance wittert, sich zu diesem Zeitpunkt bereits in das Projekt zu drängen?

projektstatus-kw37

Mein Tipp für dich:

Schreib dir in dein Textdokument, welche tollen Details oder Szenen du in den nächsten Seiten gerne einbauen möchtest.

Du denkst jetzt vielleicht: „Das hilft doch nicht gegen den inneren Kritiker.“
Doch, das tut es. Der Kritiker ist aufgewacht, weil du nicht wusstest, was du schreiben willst. Deshalb hast du gezweifelt, ob das Projekt sich überhaupt lohnt und ob du nicht die letzten Seiten totalen Mist geschrieben hast. Wenn du in dem Augenblick des Zweifels aber nun eine ganz andere Richtung einschlägst und dich selbst begeisterst, indem du niederschreibst, worauf du dich freust, schweigt der Kritiker wieder.

Ein kleines Beispiel:

Du schreibst an einer Szene, in der sich dein Protagonist von A nach B bewegt.

(Diese Szene langweilt dich du möchtest sie streichen – aber egal. Schreib jetzt auf, was dein Protagonist am Ort B tolles erlebt. Vielleicht einfach als Stichpunkte. Ganz egal, Hauptsache, du hast Bock, genau dafür sogar deine langweilige Szene fertig zu machen, um dahin anknüpfen zu können, wo du hinwillst.)

In B trifft er auf Clara, die ihm total den Kopf verdreht. Er will sie unbedingt um ein Date bitten, doch blamiert sich dabei völlig vor all seinen Kollegen.

(Jetzt hast du hoffentlich richtig Lust darauf, die Szene mit Clara zu schreiben. Machst du noch kurz die andere fertig? Oder du überspringst das eben erstmal.)

Probier es aus und schreib mir, ob es dir etwas gebracht hat.

 

3 Gedanken zu “Wochenabschluss: Projektstatus KW 37/16

  1. michaelaschreibt schreibt:

    Den inneren Kritiker könnte ich manchmal in den Hintern treten, wirklich… Genau so, wie du es beschreibst, habe ich es neulich einmal ausprobiert, und es funktioniert tatsächlich: die langweilige Passage erst einmal überspringen und zum interessanten Teil übergehen, auf den man sich richtig freut! Der Rest kommt dann irgendwann dran…
    Deine Tipps sind super hilfreich, danke dafür und liebe Grüße 🙂

    Gefällt 1 Person

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